ARD-Deutschlandtrend: SPD sackt deutlich ab, CDU legt zu

In dem Buch "Verstehen sie Schulz?" geht der Journalist und Autor Martin Häusler der Persönlichkeit und den politischen Beweggründen von SPD-Kanzlerkandidat Schulz auf den Grund.

Der 'Schulz-Effekt' lässt weiter nach: Der 'Deutschlandtrend' der ARD verzeichnet sinkende Zustimmungswerte für den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz und für seine Partei.

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab: Die CDU kommt auf 32 Prozentpunkte (unverändert) und liegt einen Prozentpunkt vor der SPD (minus ein Prozentpunkt), wie das am Donnerstagabend veröffentlichte aktuelle "ZDF-Politbarometer Extra" zeigt. Die Union verbessert sich um drei Punkte auf 37 Prozent. Die Linke verharrt bei sechs Prozent, während die AfD einen halben Prozentpunkt auf 6,5 Prozent hinzugewinnt. Die FDP legt auf 8 Prozent zu (plus 2 Punkte), die AfD verliert leicht auf 10 Prozent (minus 1). Satte zwei Drittel (66%) sagen: "Mir ist nicht klar, welche Politik Schulz umsetzen will". Merkel legt einen Punkt zu und kommt ebenfalls auf 63 Prozent Zustimmung. Das sind acht Prozent mehr als Anfang Februar. Auf Platz eins der Liste stand Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 66 Prozent.

Die Deutschen würden sich bei der Möglichkeit einer Direktwahl der Kanzlerin wieder deutlich für Amtsinhaberin Angela Merkel aussprechen. Schulz' Vorgänger als SPD-Parteichef, Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, erreichte einen Wert von 63 Prozent - es war die höchste jemals im "Deutschlandtrend" gemessene Zustimmung für ihn. Ursula von der Leyen steht wie Horst Seehofer bei 38% (-16). 58 Prozent der Befragten sindmit der Arbeit der Ministerin weniger oder gar nicht zufrieden. Schulz verliert dagegen 6 Prozentpunkte und kommt auf einen Zufriedenheitswert von 42 Prozent. 56 Prozent äußerten, dass es mit Schulz wieder erkennbare Unterschiede zwischen SPD und CDU gebe. Ebenfalls 38 Prozent halten von der Leyen für eine gute Besetzung als Verteidigungsministerin. 49 Prozent der Befragten, zehn Prozentpunkte weniger als im Juli 2016, haben sehr großes beziehungsweise großes Vertrauen in die Truppe. 35 Prozent sind der Meinung, rechtsradikales Gedankengut sei in der Bundeswehr stärker verbreitet als in der übrigen Gesellschaft.


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