Nach Doppelschlag ausgerutscht: Giro d'Italia: Greipels Feier in Rosa zu Ende

Bei der zweiten Giro-Etappe wird André Greipel seiner Favoritenrolle gerecht.

Der Oberösterreicher kam als 15. zeitgleich mit Greipel ins Ziel, rutschte in der Gesamtwertung jedoch auf den zweiten Platz zurück.

Die zweite Etappe führt am Samstag über 221 km von Olbia nach Tortoli.

Ehe am Montag beim Jubiläums-Giro bereits der erste Ruhetag und der Transfer nach Sizilien folgt, erhalten am Sonntag auf Sardinien die Sprinter auf der fast gänzlich flachen Etappe über 148 km von Tortoli nach Cagliari ihre nächste Chance.

"Rosa-Trikot für Pöstlberger, einem Unbekannten, der mit überraschendem Humor glänzt", schreibt "Tuttosport". "Für mein Team und besonders für mich war das sehr speziell", hatte Greipel nach dem Coup von Tortoli erklärt. Zum zweiten Mal nach der Vuelta 2009 in Spanien schlüpfte Greipel in ein Leader-Trikot bei einer der drei großen Landesrundfahrten. "Man spürt hier eine regelrechte Euphorie".

Pöstlberger, der zuvor noch nie zu einer dreiwöchigen Rundfahrt gestartet war, trat in der Etappe von Alghero nach Olbia auf dem zweitletzten Kilometer von der Spitze aus an und kam entscheidend weg. "Sie sind in den Radsport verliebt - das ist eine unglaubliche Atmosphäre", erklärte der Mann in Rosa stolz. "Alle im Team schauen zu ihm auf und machen, was er sagt", lobte ihn sein Team-Manager Marc Sergeant.

So bleibt Stefan Schumacher der letzte Deutsche, der das Giro-Klassement mal länger als einen Tag anführte.

Während Greipel (Lotto-Soudal) rund zehn Kilometer vor dem Ziel in Cagliari nach einem Missgeschick abreißen ließ und sein Rosa Trikot verlor, musste sich Selig (Bora-hansgrohe) nur dem Kolumbianer Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) im Sprint geschlagen geben. Er setzt sich gegen seinen Sprint-Rivalen Caleb Ewan (26) durch - auch, weil der kleingewachsene Australier mit einem Fuss aus der Pedale fällt.


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