Formel 1: Bottas erstmals auf der Pole

In der Gesamtwertung liegt Vettel nach dem 44. Sieg seiner Karriere nun sieben Punkte vor Hamilton. Auch, weil die Mercedes-Box Hamilton zweimal am schwächelnden Teamkollegen vorbeidirigierte - doch auch die Stallorder half nichts.

Sebastian Vettel wurde im letzten Freien Training Dritter. Der ließ sich den Sieg jedoch nicht nehmen und feierte am Ende einen recht souveränen Sieg vor Lewis Hamilton und Valtteri Bottas. Wehrlein hatte die ersten zwei Saisonrennen aufgrund einer im Januar bei einem Show-Rennen erlittenen Nackenverletzung verpasst. Ganz nach vorne hatte er es aber noch nicht geschafft. Vettel strotzt jedenfalls vor Selbstvertrauen, nachdem er das Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Valtteri Bottas nach einer gnadenlos effektiven Vorstellung abgehängt hatte. Der ehemalige DTM-Fahrer in Diensten des Williams-Teams absolvierte 126 Umläufe und hatte als Achter letztendlich weniger als eine Sekunde Rückstand. Eingebremst wird der Finne jedenfalls nicht. Und im Gegensatz zu Hamilton leistet sich Vettel bisher keine Patzer. Mit 23 Punkten ist Bottas WM-Vierter, Vettel und Hamilton haben jeweils 43 Zähler.

Ein paar Runden auf dem Wüsten-Kurs hatte der Brite am Dienstag gedreht, da blieb sein Formel-1-Mercedes stehen.

Sebastian Vettel: Ein wirklich großer Tag. Bottas und dessen finnischer Landsmann Kimi Räikkönen seien lediglich "Wasserträger". Vettel kam früh zum Boxenstopp, um mit frischen Reifen einen entscheidenden Vorsprung herauszuholen. Und dann die Tatsache, dass sich die Temperaturen im Laufe des Rennens ändern, das in der Dämmerung gestartet wird. Am Abend war der Abstand zu Mercedes und Ferrari zwar kleiner, aber doch deutlich vorhanden.

Überraschung beim Qualifying für den GP in Bahrain. Und er schwärmte danach: "Das war mit meiner Pole in Brasilien 2010 eine meiner besten Qualifikations-Runden". Schon in der Qualifikation hatte es der ehemalige DTM-Champion auf den 13. Platz geschafft. Und er sorgte gleich für ein Top-Ergebnis für ihn selbst und sein Team. Beim Unfall hatte sich Wehrlein unter anderem drei Brustwirbel gebrochen. Überrundet, fehlten ihm am Ende 24,5 Sekunden auf Esteban Ocon im Force India, der zum dritten Mal in Folge den zehnten Platz belegte. Hamilton sagte: "Ihr wolltet mehr Racing, jetzt habt ihr es". Drei schwerwiegende Schäden an der Antriebseinheit von Honda gab es schon vor dem Rennen, dann konnte Stoffel Vandoorne noch nicht einmal starten - Probleme an der Power Unit. "In Australien waren wir 1,7 Sekunden hinten, in China 1,2, jetzt sind es acht Zehntel".

Auf einer Runde ist Mercedes immer noch die klare Nummer eins, was sie im Qualifying eindrucksvoll zeigten.


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