Fußball: Tuchel schwer getroffen: "Unwahrheiten und Verleumdungen"

Er begründete diese Einschätzung mit dem sportlichen Erfolg in den vergangenen Wochen: Dortmund belegt in der Bundesliga den angestrebten dritten Tabellenplatz und ist gegen Bayern München ins Finale des DFB-Pokals eingezogen.

Thomas Tuchel wirkte tief getroffen und mächtig erregt. "Das findet gar nicht mehr statt", so der BVB-Coach.

Tuchel auf der Pressekonferenz vorm Augsburg-Spiel: "Die Heftigkeit der letzten Woche ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen". Viele davon basieren auf anonymen Zitaten. Da werden persönliche Grenzen dramatisch überschritten. Es ist schwer, damit umzugehen. "Aber ich fühle die Stärke, meine Bedürfnisse hinten anzustellen, und die Verpflichtung meiner Mannschaft gegenüber, aus dieser Saison eine herausragende Saison zu machen". "Ich bin da momentan der falsche Ansprechpartner".

Vom großen Medienecho und den vielen Kommentaren zum Thema zeigten sich alle Beteiligten überrascht: „Dass Schlagzeilen entstehen, wenn es konträr verlaufende Aussagen gibt, ist mir natürlich klar. "Wir brauchen jetzt ein bisschen Abstand". BVB-Profis waren nach dem brisanten Interview des Geschäftsführers Hans-Joachim Watzke dahingehend wiedergegeben worden, dass auch das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer stark belastet sei. Ich habe mir ein dickes Fell angewöhnt. "In dieser Woche ist vieles auf den Kopf gestellt worden, in einer Art und Weise, die persönlich zu weit geht". "Es ist nicht so leicht, denn es geht nicht um sportlichen Misserfolg", sagte er. Da werden Spieler anonym zitiert. Tuchel sprach von "Unwahrheiten und persönlichen Verleumdungen", die Verbreitung angeblicher Kritik nicht genannter Spieler bezeichnete er als "unterste Schublade". "Wer weiß, ob so etwas überhaupt gesagt wurde", wehrte sich Tuchel generell. Zwischen mir und den Spielern gilt maximales Vertrauen.

Vielmehr sei sein Verhältnis zur Mannschaft intakt, beteuert der 43-Jährige: "Wenn unser Verhältnis zerrüttet wäre, wäre es gar nicht möglich, die derzeitigen Leistungen zu bringen".

Wenige später trat Tuchel, turnusgemäß vor dem Bundesligaspiel beim FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr / Live bei Sky und im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET), wieder selbst vor die Presse, ohne allerdings zu Beruhigung der Lage beizutragen.


Beliebt

VERBINDEN