Real Madrid im Finale der Fußball-Champions League

Nicht nur wegen Zidane und nicht nur wegen des deutschen "K&K-Duells".

Das Finale Real-Juve in der Champions League ist perfekt. Der bei Real ausgebildete Stürmer Alvaro Morata spielte vor seiner Rückkehr nach Madrid zwischen 2014 und 2016 ebenfalls in Turin.

6,24 Millionen Zuschauer verfolgten am Mittwochabend ab 20.45 Uhr im ZDF das Halbfinalrückspiel, in dem Atletico zwar schnell mit 2:0 führte, aber nach dem 2:1 auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt wurde und ausschied.

Madrid/Wien. Der strömende Regen konnte dem Strahlen der Spieler von Real Madrid nach der 1:2-Niederlage gegen Stadtrivalen Atlético nichts anhaben.

"Schon wieder im Finale zu stehen, ist beeindruckend, das ist der Lohn für die harte Arbeit der gesamten Mannschaft", schwärmte Real-Trainer Zinedine Zidane, für den es im Endspiel am 3. Juni im walisischen Cardiff ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Juventus Turin geben wird. Atletico machte sich nach dem 0:3 von letzter Woche auf, dies im 143. und letztes Europacup-Heimspiel im Vicente Calderon zu ändern.

Während sich die Real-Fans nun auf das Duell mit Juve am 3. Juni in Cardiff freuen dürfen, endeten die Königsklassen-Hoffnungen von Atlético zum vierten Mal in Serie gegen den großen Rivalen. Die "Königlichen" unterlagen in einer wechselhaften Partie mit 1:2 und konnten dennoch das Finalticket, aufgrund des besseren Torverhältnisses, einlösen.

Auch im weiteren Verlauf sollte die Elf von Diego Simeone noch ihre Möglichkeiten bekommen, scheiterte aber entweder an Navas oder am eigenen Unvermögen. Der Club zieht nach dem Sommer um, das Stadion am Manzanares-Ufer wird gut 50 Jahre nach der Einweihung abgerissen. Atlético machte von Beginn an Druck, war energisch in den Zweikämpfen und hatte in der 5. Minute die erste Chance.

Kurze Zeit später war der Torwart chancenlos. Real war in der Anfangsphase sichtlich irritiert über den furiosen Auftritt der Gastgeber. Fernando Torres wurde von Raphael Varane im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwertete Griezmann mit Glück. Dabei rutschte der Franzose jedoch weg, schoss sich selbst an und hatte damit unerlaubterweise zwei Ballkontakte. Karim Benzema ließ an der Toroutlinie drei Verteidiger stehen und legte für Toni Kroos ab, dessen Schuss von Atletico-Tormann Jan Oblak nur kurz abgewehrt wurde.

Für Madrids Trainer Zidane wird das Finale nicht nur aus sportlicher Sicht ein ganz besonderes Spiel. Atletico hat als Tabellendritter der Primera Division zwei Runden vor Schluss den CL-Fixplatz so gut wie sicher.

Die Defensive des Titelverteidigers kam nämlich mit Atléticos Anfangsfurioso überhaupt nicht zurecht, wirkte in den ersten Minuten überrascht und überfordert. Navas reagierte gegen Yannick Carrasco und Kevin Gameiro jedoch stark.


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