Bonner Siegaue: Ankläger sicher: Wir haben den Vergewaltiger

Dann soll er die Studentin vor dem Zelt vergewaltigt haben. Jetzt ist der mutmaßliche Täter angeklagt worden.

Keine zwei Monate nach der Vergewaltigung einer 23-jährigen Camperin in den Bonner Siegauen hat die Staatsanwaltschaft einen 31-jährigen Flüchtling aus Ghana angeklagt. Dieser Fall rief vor rund sieben Wochen Wellen der Empörung hervor.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf Vergewaltigung und schwere räuberische Erpressung.

Kurz nach Mitternacht, so die Anklage, zerstach er mit der Säge die Zeltplane, weckte das schlafende Paar und soll hochaggressiv Geld gefordert haben.

Nach der Vergewaltigung klaute er sechs Euro Bargeld und eine Lautsprecherbox. Der Angeklagte, der im Februar illegal aus Italien eingereist war, sollte abgeschoben werden und war in der Zentralen Flüchtlingsunterkunft Sankt Augustin untergebracht gewesen. Der Prozess gegen ihn vor der 10.

In gebrochenem Deutsch soll der Angeklagte sie als Schlampe beschimpft, sie gepackt und erklärt haben, dass er Sex wolle.

Bei der Festnahme hatte der Ghanaer die Lautsprecherbox des jungen Paares unter dem Arm. Und den Rucksack, den er bei der Grillparty entwendet hatte, hatte er ebenfalls bei sich. Ein 22-jähriger Spaziergänger hatte den Gesuchten am Beueler Rheinufer erkannt und sofort die Polizei alarmiert.

Für die Ermittler steht außer Frage, dass der 31-Jährige aus Ghana - allein auch wegen der DNA-Spuren, die am Tatort gesichert werden konnten - der Vergewaltiger aus der Siegaue sein muss. Großen Strafkammer des Bonner Landgerichts soll frühestens Ende September beginnen.


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