Japan Endlich Rentner: Kaiser Akihito darf abdanken

Das Gesetz wurde, das berichtet die "Japantimes", spezifisch für den aktuellen Kaiser entworfen, um nachfolgende Monarchen daran zu hindern, einen ähnlichen Weg gehen zu wollen. Die derzeitige Rechtslage sieht einen solchen Vorgang nicht vor.

Der Kaiser von Japan darf abdanken. Die Regierung hofft, dass das Gesetz Mitte Juni in Kraft treten kann. Damit wäre Kaiser Akihito der erste abdankende Kaiser seit Kaiser Kokaku im Jahr 1817. Nach Vorstellung der Regierung könnte Akihito dann an seinem 85. Geburtstag im Dezember 2018 abdanken. Der Kaiser hatte seinen Wunsch nach einem Rücktritt im vergangenen August angedeutet und dies mit seinem Alter und seiner Gesundheit begründet. Akihito hatte letztes Jahr angekündigt, er wolle sich wegen seiner nachlassenden Kräfte zurückziehen.

Sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito (56), würde seinem Vater auf den Thron folgen. Die Bevölkerung Japans ist mit dem Wunsch ihres Kaisers einverstanden: Umfragen ergeben, dass 90 Prozent das Sondergesetz befürworten. Es schließt aus, dass künftige Kaiser ebenfalls zu Lebzeiten abdanken könnten. Denn nach geltendem Recht dürfen nur Männer auf den Chrysanthementhron. Nichtsdestotrotz bleibt das Problem der sicheren Thronfolge wegen der sinkenden Anzahl an kaiserlichen Familienmitgliedern weiterhin bestehen, was auch die neusten Nachrichten zur Verlobung von Prinzessin Mako unterstreichen. Nach dem Haushofgesetz verlieren weibliche Mitglieder der Monarchenfamilie ihren Status als Angehörige des Hofes, wenn sie einen Bürgerlichen heiraten.


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