Merk und Heynemann kritisieren Ansetzung von Gräfe

Oft unsachlich: So hieß es erst vor drei Wochen vor dem Hamburger Auftritt in Augsburg, wo ebenfalls Gräfe Spielleiter war, dem HSV könne ja nicht viel passieren.

"Diese Ansetzung ist für mich unglaublich erstaunlich". Er sagt gegenüber "Sport1": "Man kann nur hoffen, dass nichts passiert. Wenn in einer entscheidenden Szene etwas passieren sollte, hat der DFB ein Problem", sagte Heynemann (63), der bei der EM 1996 und der WM 1998 im Einsatz war. Hätte man ihn gefragt, welcher Schiedsrichter für dieses Spiel nicht in Frage komme, wäre er genau auf den Namen Gräfe gekommen.

Der 43-Jährige ist beim Hamburger SV ein gern gesehener Gast: Im Relegations-Rückspiel zwischen den Rothosen und dem Karlsruher SC 2015 gab Gräfe in der Nachspielzeit einen umstrittenen Freistoß für den Bundesliga-Dino. Nach dem Hinspiel-1:1 ging es dadurch doch noch in die Verlängerung, in der Nicolai Müller den HSV mit dem 2:1 zum Klassenverbleib schoss. Bei jeder Ansetzung von Fifa-Referee Gräfe für ein HSV-Spiel kocht dieses Thema wieder hoch. Das Wichtigste ist immer, dass der Schiedsrichter nicht im Fokus steht - sondern das Spiel! "Das ist hier, bei aller unbestrittenen Kompetenz von Manuel Gräfe, nicht möglich", so Merk weiter.

Nun soll Manuel Gräfe erneut ein richtungsweisendes Spiel des Nordklubs leiten. "Es gibt in der Liga 20 Schiedsrichter". Der DFB "hätte auf einen anderen zurückgreifen müssen", monierte Merk, der dreimal zum "Weltschiedsrichter des Jahres" gewählt wurde. Er ist nun bei Mönchengladbach gegen Darmstadt. "Ich hoffe, dass es keine engen Entscheidungen zum Ausgang des Spiels geben wird. Und wenn es so kommt, hoffe ich auf eine faire und klare Entscheidung eines gutes Schiedsrichters", sagte HSV-Trainer Markus Gisdol - ganz so, als ob eine "faire und klare Entscheidung" nicht selbstverständlich wäre. "Die Leute beim DFB machen ihren Job so gut wie möglich".

"Das sind die Tage im Leben, die man nicht vergisst - besonders, wenn man erfolgreich ist", sagte VfL-Trainer Andries Jonker. "Alles okay." Und ergänzte: "Er (Gräfe) hat uns in Frankfurt gepfiffen, da haben wir gewonnen".


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