Präsident Macron zu Besuch in Mali

Macron rief am Freitag andere europäische Länder - allen voran Deutschland - auf, sich stärker in Mali zu engagieren: Frankreich sorge in den afrikanischen Einsatzgebieten für "die Gewährleistung der europäischen Sicherheit". Er wolle "mehr mit Europa und mit Deutschland" machen, sagte Macron.

Der Besuch in Mali ist Macrons erste offizielle Reise außerhalb Europas. Begrüßt wurde er auf einem Stützpunkt der Stadt Gao von seinem malischen Kollegen Ibrahim Boubacar Keita begrüßt. Dort und in anderen Ländern der Sahelzone sind insgesamt rund 4.000 französische Soldaten im Einsatz, um gegen Terrorgruppen zu kämpfen. Der französische Kampfeinsatz "Barkhane" ist nicht Teil der Minusma.

In der früheren Rebellenhochburg Gao am Rande der Sahara sind auch deutsche Soldaten stationiert.

Mehr als 20 französische Medienorganisationen haben sich in einem offenen Brief besorgt über ihren Zugang zum neuen Präsidenten Emmanuel Macron geäußert.

In dem Brief, den auch die Organisation "Reporter ohne Grenzen" unterzeichnete, hieß es, der Élysée-Palast dürfe keinesfalls darüber entscheiden, "wer von uns über eine Reise berichtet und wer nicht, egal, um welches Thema es geht".

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, habe Regierungssprecher Christophe Castaner bestätigt, dass Macron und sein Premierminister Edouard Philippe sich einem neuen Umgang mit der Presse verschrieben haben. Auch habe Macron seinen Mitarbeitern angewiesen, sich um "Vertraulichkeit, Disziplin, Solidarität und Verantwortungsbewusstsein" zu bemühen.


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