Entwicklerkonferenz Google I/O : Google baut den allwissenden und

(18.05.2017, 08:50) Die Keynote, mit der die Google I/O 2017 gestartet wurde, war durchdrungen vom Thema Künstliche Intelligenz.

CEO Sundar Pichai kündigte die neuen Fähigkeiten auf der Entwicklerkonferenz I/O an.

Die Funktionalität von Googles Betriebssystem Android, das mittlerweile auf zwei Milliarden Smartphones und Tablet-PCs läuft, wird durch Künstliche Intelligenz ergänzt.

Digitale Assistenten gelten als aussichtsreicher zukünftiger Weg, mit Computer-Technik zu kommunizieren. Und die Anwendungen, die Google auf der Entwicklerkonferenz Google I/O im kalifornischen Mountain View anführt, sind beeindruckend.

Google rüstet sich gegen Apple, Facebook und Amazon. Und genau hier lässt Google seine Muskeln spielen: Weder Apple, noch die aufkommende Konkurrenz aus China, hat das Sammeln und Einordnen von Daten derart optimiert wie das 1998 gegründete Suchmaschinen-Unternehmen aus Kalifornien. Im Sommer soll das Gerät schließlich auch in Deutschland verfügbar sein, wie auf der Konferenz angekündigt wurde. Amazon landete einen Überraschungserfolg mit Alexa in seinem vernetzten Lautsprecher "Echo". Sagt man etwa, "zeige meinen Kalender" oder "rufe meine Mutter an", reicht das dem Gerät als Angabe. Damit will man Apples Siri Paroli bieten. Der Google Assistant kann dies unter Android zwar auch, kann eine solche Möglichkeit auf dem iPhone aber nicht anbieten. Nichts anderes macht übrigens auch die im Menschen eingebaute Intelligenz; sie hat jedoch ein Leben lang Zeit, Informationen zu lernen, zun speichern und einzusortieren. Um das auszugleichen ist der Assistant gleich an mehreren Stellen integriert und hat auch ein eigenes Widget.

Nicht nur die Bilderkennung von Google ist extrem weit fortgeschritten, das gilt auch für Sprache und Kontext. Und auch in diesem Jahr konzentriert sich der Konzern bei seinem Event im Wesentlichen auf das mobile Betriebssystem Android, das Assistenzsystem Google Assistant sowie auf das anhaltende Trendthema Virtual Reality (VR). Nutzer können Filter festlegen und beispielsweise innerhalb der Familie nur Fotos teilen, auf denen die Kinder abgebildet sind. Die Software erkennt sowohl die Blume, als auch die Gattung und schlägt Tipps zur Pflege und einen Floristen in der Nähe vor. Man könne sich auch darauf beschränken, dass Google Photos nur Adressaten zum Teilen vorschlägt und man die Bilder danach manuell verschickt, erklärte der zuständige Manager Anil Sabharwal.

In den Fotoservice wird auch der neue Dienst zum Erkennen von Bildinhalten "Google Lens" eingebunden. So kann zum Beispiel das neue Angebot "Google Lens" Objekte vor der Smartphone-Kamera erkennen - egal, ob es sich um eine Pflanze oder ein Gebäude handelt. Sie werden für knapp zehn Dollar pro Buch zunächst in den USA verfügbar sein und später in weitere Länder kommen. Den Internet-Ballon Loon oder das selbstfahrende Auto vom vergangenen Jahr sucht man auf dem sonnendurchfluteten Konferenzgelände diesmal vergeblich. Jetzt wird gemeinsam mit Lenovo und HTC ein technisch anspruchsvolleres Modell mit eigenem Bildschirm entwickelt. Das sind zweimal so viele Geräte, wie Apple in der gesamten Geschichte des iPhones ansetzen konnte. Dieses System ist für den Betrieb auf schwachbrüstiger Hardware mit 1 GByte oder weniger Arbeitsspeicher ausgerichtet und dürfte daher speziell für Entwicklungsländer attraktiv sein, wo vor allem günstige Einsteigergeräte den Markt dominieren.

Alle Vorträge und Ankündigungen der Google I/O sind auf dem Youtube-Kanal von Google verfügbar. Mit der Funktion "Smart Text Selection" sollen sich Texte künftig besser markieren lassen.


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