Ex-FBI-Chef Comey zu Aussage vor Ausschuss bereit

Wie der Sender CNN berichtet, bereiten sich Juristen im Weißen Haus auf ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten vor.

Comey leitete die Ermittlungen zu einer mutmaßlichen Beeinflussung der Präsidentenwahl durch Russland. Die Demokraten würden einen Antrag auf das Impeachment ebenfalls noch für verfrüht halten. Kritiker warfen Trump vor, mit der Entlassung die FBI-Ermittlungen zur Russland-Affäre stoppen zu wollen. Comey habe eingewilligt, in einer öffentlichen Anhörung des Geheimdienstausschusses im Senat auszusagen, teilte das Gremium am Freitag mit. Die öffentliche Sitzung, in der Comey aussagen wird, soll nach dem 29. Mai, einem Feiertag, stattfinden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Senator Burr erklärte, er sei "hoffungsvoll", dass Comey dazu beitrage, die "jüngsten Ereignisse, über die in den Medien breit berichtet" worden sei, aufzuklären.

Washington Der gefeuerte FBI-Chef Comey will vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen. Grassley fügte hinzu, er sei darüber "extrem enttäuscht".

Trump hatte Comey in der vergangenen Woche überraschend gefeuert. Zu den Gründen für den Rauswurf des FBI-Direktors machten Trump und sein Umfeld wechselnde und teilweise widersprüchliche Angaben. Den Namen der Person wollte die Quelle allerdings nicht nennen, es soll sich um einen "engen Berater" von Trump handeln.

Auch eine neue Erklärung von Trumps Sprecher Sean Spicer ging in diese Richtung: Mit seinen Ermittlungen habe Comey "unnötigen Druck" auf die Möglichkeiten der Regierung aufgebaut, mit Moskau "zu diskutieren und verhandeln".

Durch umstrittene Aussagen schlittert der Präsident indes selbst immer tiefe in die Krise: Wie die "New York Times" am Freitag berichtet, sagte Trump einer russischen Delegation unter Führung von Außenminister Sergej Lawrow am 10. Mai, dass er durch die Entlassung des FBI-Chefs großen Druck gelindert habe. "Er war verrückt, ein Spinner", sagte der Präsident demnach bei dem Gespräch. "Ich habe wegen Russland einen grossen Druck verspürt. Der ist jetzt weg", sagte Trump demnach weiter. Comey soll Fragen danach beantworten, ob der US-Präsident ihn genötigt habe, Ermittlungen gegen den damaligen Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen. Das Weiße Haus wies den Bericht dem Sender zufolge als "nicht wahr" zurück. Flynn war am Tag zuvor wegen seiner dubiosen Russland-Kontakte zurückgetreten.


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