Google baut den allwissenden und allgegenwärtigen Computer

Dafür baut Google die Software grundlegend um und spaltet diese in mehrere Module auf. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O präsentiert der Internet-Konzern eine Vision von einer allgegenwärtigen künstlichen Intelligenz, die das Leben der Anwender erleichtern soll. So werde man über ihn zum Beispiel ein bestimmtes YouTube-Video starten oder die Google-Mails bedienen können.

Wann genau Google Android O auf den Markt bringen wird und wie genau der Name lauten wird, ist bisher noch nicht bekannt.

Letzteres liegt vor allem an den Systembeschränkungen, denn es ist wohl nicht möglich, dass der Google Assistant mit diversen Apps spricht und all die Dinge tun kann, die Siri kann. In anderen Anwendungen gab es schon ähnliche Funktionen, nun werden sie in den Assistant mit eingebaut.

Digitale Assistenten gelten als aussichtsreicher zukünftiger Weg, mit Computer-Technik zu kommunizieren.

Mit Android Go stellt Google bei der diesjährigen Entwicklerkonferenz #IO17 eine besondere Variante des Smartphone-Betriebssystems vor, das auch auf Geräten mit begrenzten Hardware-Ressourcen einwandfrei funktionieren soll. Einer der schärfsten Konkurrenten ist Amazon mit seinem smarten Lautsprecher Echo und dem digitalen Assistenten Alexa. Über den Google-Assistant, Googles Antwort auf Siri: keine Antwort.

Ausserdem bietet Google demnächst zunächst in den USA kostenlose Telefongespräche zwischen den "Home"-Geräten an und lässt auch Anrufe ins herkömmliche Netz machen". Amazon hatte gerade erst vergangenen Woche einen ersten "Echo"-Lautsprecher mit Touchscreen vorgestellt - und eine Videotelefonie-Funktion angekündigt". Gesichtserkennung. Genauso wie der Google-Assistent im vernetzten Lautsprecher namens "Home" die Nutzer in einem Haushalt an der Stimme unterscheiden kann. Sagt man etwa, "zeige meinen Kalender" oder "rufe meine Mutter an", reicht das dem Gerät als Angabe. Eine klare Kampfansage, wenn auch mit kleinen Hürden: Der Google Assistant, zur Zeit ohnehin nur im App Store für US-Kunden verfügbar, muss bis auf weiteres explizit aufgerufen werden. Künstliche Intelligenz steht noch ziemlich am Anfang des Lernprozesses. Er soll Fernseher, Radio, Licht, Klimaanlage, Staubsaugerroboter, Waschmaschine, Heizung und Co. steuern können - alles per Sprachbefehl. Dabei werden Fotoalben automatisch mit jenen Personen geteilt, die auf den Fotos zu sehen sind.

Wie Google die Geschwindigkeit beim Neustart von Smartphones mit Android O so drastisch beschleunigen möchte, wurde leider nicht weitergehend erklärt.

Das neue Google Lens soll Bilddaten analysieren und daraus Informationen ableiten.

Android-EntwicklerInnen können sich darüber freuen, dass sie ihre Apps künftig nicht nur in Java, sondern auch in Kotlin entwickeln dürfen, einer sehr beliebten Programmiersprache von Jetbrains. Nachdem man verkünden konnte, dass es mittlerweile weltweit zwei Milliarden aktive Android-Geräte gibt, besteht die nächste Herausforderung in der Eroberung von Entwicklungs- und Schwellenländern. Daneben nannte der Unternehmer weitere Zahlen, die den Erfolg des Konzerns auch in anderen Sparten belegen. Auf die gleiche Art und Weise hat Google mit dem Programm Android One in den letzten beiden Jahren in Indien einen Marktanteil von 97 Prozent erreicht.


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