Neuer Angela-Merkel-Unterstützerkreis mit CSU-Altvorderen

München. Der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel will zur Bundestagswahl die Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) kräftig unterstützen. Der Streit zwischen CSU-Chef Horst Seehofer und der Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik habe zu lange gedauert und der Union geschadet. Der 78 Jahre alte Waigel sammelte dazu vor allem CSU-Altvordere um sich - darunter Ex-Parteichef Erwin Huber (70), der ehemalige Kultusminister Hans Maier (85) oder Alois Glück (77), langjähriger Landtagsfraktionschef. Seehofer selbst hatte das mehrfach infrage gestellt und die Entscheidung bis Anfang dieses Jahres hinausgezögert. "Die Unionsparteien müssten geschlossen in den Bundestagswahlkampf gehen", sagte Waigel. "Ein bis zwei Anzeigen" wolle die Gruppe schalten, in der kommenden Woche werde es auch ein Treffen mit Merkel geben. "Wir bieten uns als Brücke innerhalb der CSU zur CDU an".

Anders als Waigel konnte sich der frühere Kultusminister Maier Spitzen auf die aktuelle CSU-Führung nicht verkneifen.

Waigel sieht die Initiative auch als Versuch, diejenigen in Bayern anzusprechen, die die im Freistaat nicht antretende CDU wählen würden, wegen des Flüchtlingsstreits aber nicht mehr CSU wählen wollen. Wie kommt es? Theo Waigel: Die Wählerinitiative entstand, als in einer Umfrage 60 Prozent der CSU-Wähler für Merkel und angeblich 40 Prozent gegen sie eingestellt waren.


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