Russlands Präsident Putin will Notizen zu Trumps Gespräch mit Lawrow veröffentlichen

Dadurch habe er eine Geheimdienstquelle zur Terrormiliz Islamischer Staat gefährdet. Entsprechend müssten die Demokraten noch viele Abgeordnete aus Trumps eigener Partei auf ihre Seite ziehen, um ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten.

"Ich habe gerade den Chef des FBI gefeuert", sagte Trump der "New York Times" zufolge im Oval Office des Weißen Hauses zu Lawrow und dem russischen US-Botschafter Sergej Kisljak. Die Informationen, die Trump geteilt habe, seien „völlig angemessen“ gewesen. Dazu habe er als Präsident das Recht. Dazu habe er ein "absolutes Recht". Nach Angaben von afp sprach Russlands Präsident in der Pressekonferenz sogar "von einer Tonaufnahme des Gesprächs", das im Weißen Haus stattgefunden hatte. Das russische Außenministerium allerdings schon. Das Timing wenige Tage vor Aufbruch zur ersten Auslandreise Trumps nach Israel könnte kaum brisanter sein: Nach einem Bericht der "New York Times" stammen die von Trump weitergegebenen Informationen aus israelischen Geheimdienstquellen.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater H.R. McMaster dementierte hingegen umgehend, dass dieser Geheimnisse verraten habe. "Die Beziehungen, die wir zueinander unterhalten, werden unschlagbar sein", erklärte Trump. Dabei geht es um die Frage möglicherweise illegaler Versuche des Eingriffs in die Russland-Ermittlungen durch das Weiße Haus und den Präsidenten selbst.

Trump soll unter anderem den Namen der syrischen Stadt genannt haben, in der der Geheimdienst die Informationen gewonnen hatte.

Die Enthüllungen brachten Trump auch Vorwürfe der Heuchelei ein.

Dass die Hinweise zumindest zum Teil aus Israel stammen könnten, hätte eine besondere Brisanz. Er gehe davon aus, dass Trump sich nicht der Folgen bewusst gewesen sei. Es sei zwar über die Art bestimmter Bedrohungen geredet worden, doch nicht über Quellen, Methoden oder Militäroperationen. Auch dpa schrieb, dass es sich um eine "Mitschrift" der Unterredung und um "Notizen" handle. Sie hätten den US-Auslandsgeheimdienst CIA und die NSA angerufen. "Humanitäre Gründe. Außerdem wollte ich, dass Russland seinen Kampf gegen den IS und den Terrorismus stärkt". Der republikanische Senator John McCain bezeichnete die Berichte als "zutiefst beunruhigend". Eine enge Zusammenarbeit beider Länder sei wichtig, besonders im Nahen Osten, sagte Erdogan.


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