Verbindungen nach Russland Ermittlungen gegen Trumps Berater im Weißen Haus

Der von Präsident Donald Trump gefeuerte FBI-Chef James Comey will in einer öffentlichen Sitzung vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen.

Bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in der vergangenen Woche habe der US-Präsident erklärt, der Rauswurf von FBI-Chef James Comey habe Druck aus den Ermittlungen wegen der angeblichen Verstrickungen des Trump-Wahlkampflagers mit Russland genommen, berichtete die "New York Times". Außerdem soll er über Comey beleidigend gesprochen haben.

"Er war verrückt, ein echter Spinner", sagte Trump laut einer Aufzeichnung des Gesprächs, das der Zeitung vorgelesen wurde.

Trumps Reise, die den 70-Jährigen in den nächsten acht Tagen in fünf Länder führen soll, wird von neuen Entwicklungen in der Russland-Affäre um den Präsidenten überschattet.

Offenbar nähern sich die Ermittler, die die Russlandkontakte des Trump-Teams untersuchen, dem Weißen Haus.

Weitere Schlagzeilen machten im Zuge der Russland-Ermittlungen die Runde: Der "Washington Post" zufolge ist nun auch ein enger Berater des US-Präsidenten im Visier der Ermittler.

Im Kongress wurde die Ernennung des früheren FBI-Direktors Robert Mueller zum Sonderermittler hingegen parteiübergreifend begrüßt. Von Johannes Kuhn mehr. "Ich habe wegen Russland einen grossen Druck verspürt". Und: "Gegen mich wird nicht ermittelt". Es gebe keine Absprachen zwischen seiner Wahlkampagne oder ihm selbst und Moskau. Trump habe so das Gefühl erzeugen wollen, Russland schulde ihm etwas als Wiedergutmachung - um den Diplomaten so anschließend Zugeständnisse in Sachen Syrien und Ukraine abzuringen. Die Informationen über mögliche Terrorbedrohungen des Islamischen Staates sollen vom israelischen Militärgeheimdienst stammen. Das Weiße Haus wies hingegen den Bericht des TV-Senders zurück, dies sei "nicht wahr". Sollte das stimmen, hätte der Präsident versucht, auf das Justizministerium und laufende Ermittlungen der Bundespolizei Einfluss zu nehmen.

Sean Spicer, der Pressesprecher des Weißen Hauses, hat der New York Times zufolge die Echtheit des jetzt aufgetauchten Protokolls nicht abgestritten.

In der saudischen Hauptstadt wird Trump später erneut zu einem Gespräch mit dem saudischen Staatsoberhaupt zusammenkommen. Es handle sich um einen Berater oder eine Beraterin im Weißen Haus, berichtete am Freitag die "Washington Post" unter Berufung auf Insider. Die verdächtige Person wird nicht genannt. Dazu gehören demnach der ehemalige Sicherheitsberater Michael Flynn und Trumps Wahlkampfchef Paul Manafort.


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