Wie groß ist das Netzwerk von Bundeswehr-Offizier Franco A.?

Derzeit würden vier Studenten der Universität vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) überprüft, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Informationen des Verteidigungsausschusses.

Die Vorwürfe wiegen schwer, stellen die internen Kontrollmechanismen der Bundeswehr erneut in Frage - und treffen ausgerechnet eine Einrichtung, an der die Truppe ihren Offiziersnachwuchs ausbildet: Mehrere Studenten der Bundeswehr-Universität in Neubiberg bei München sollen Verbindungen zu einer rechtsextremen Gruppierung haben. Demnach gehört ein Absolvent der Universität zum engeren Kreis der Gruppe, die seit geraumer Zeit vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Sie beiden Soldaten werden verdächtigt, einen Anschlag geplant zu haben.

An der Münchner Bundeswehr-Universität in München gibt es vielleicht seit Jahren ein rechtsextremes Netzwerk.

Schon in seiner Zeit als Student an der Bundeswehruniversität sorgte er für Aufsehen, weil er gemeinsam mit anderen rechtslastigen Soldaten die Studentenzeitung übernahm und darin neurechte Thesen verbreitete. Auch gegen Maximilian T. hatte der MAD bereits 2015 ermittelt, berichtete die Süddeutsche Zeitung vergangene Woche. Der Vorfall wurde an den MAD gemeldet, der Dienst konnte den Verdacht jedoch nicht erhärten.

Insgesamt hat der MAD den Angaben zufolge elf Studenten im Visier, von denen einige Kontakte zur Burschenschaft Danubia haben sollen.

Wie am Mittwoch aus dem Verteidigungsausschuss des Bundestages verlautete, untersucht der MAD bereits mögliche Kontakte des terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. zur "Identitären Bewegung".


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