Die Lehren aus dem Großen Preis von Monaco

Der Deutsche versetzt Ferrari in alte Zeiten.

Räikkönen hielt sich bis zur Rennmitte vor Vettel, ungefährdet. Der Finne hatte sich im Qualifying ganz knapp durchgesetzt und seine Position am Start locker verteidigt - in Monaco normalerweise ein großer Schritt in Richtung Sieg. Das Feld wurde wieder zusammengestaucht, beim Neustart erwies sich Vettel aber wie schon vorher als überlegen. Perez' Attacke in Rascasse war zumindest gewagt: "Das konnte nicht gutgehen", urteilt Surer.

Und was für eine Enttäuschung.

Wehrlein hatte Glück im Unglück, er kam mit dem Schrecken davon - musste aber zur Sicherheit noch ins Krankenhaus, während sein Teamkollege Ericsson noch unter Gelb in der St-Devote-Kurve in der Streckenbegrenzung landete. Er hatte nach seiner Pole-Position mit dem Sieg gerechnet und im Rennen keinen Fehler offenbart. "Als Max und Bottas an die Box kamen, hatte ich ein paar Runden freie Fahrt".

Sebastian Vettel hat seine Führung in der WM-Gesamtwertung auf 25 Punkte vor Verfolger Lewis Hamilton ausgebaut. Die Strategie ging auf. Weil Teile der Honda-Motoreneinheit regelwidrig gewechselt werden mussten, wird Button ans Ende der Startaufstellung strafversetzt. Eine schöne Sonntagsprozession unter blauem Himmel. Es dauerte einige Zeit, bis klar war, dass Wehrlein bei dem halben Überschlag nichts passiert war.

Mäßig verlief die Qualifikation auch für Nico Hülkenberg.

Pfeilschnell zwischen den Yachten: Sebastian Vettel gewinnt in Monaco. Kein anderes Rennen verkörpert die DNA der Formel 1 von Unvernunft und Glamoursucht so sehr wie Monaco. Darf er nicht gewinnen, weil Vettel um die WM fährt?

Kimi Räikkönen ist ein Mann ohne Mimik, sein Blick wirkt immer so nichtssagend, dass Wissenschaftler scheitern würden, das Innenleben zu ergründen. Valtteri Bottas wurde Vierter - ein Wochenende zum Vergessen für Mercedes.

JAGDFIEBER: Der WM-Zweite Lewis Hamilton hat einen schweren Tag vor sich.

Damals triumphierte Fernando Alonso vor Felipe Massa, unter plumper Zuhilfenahme der - zu dieser Zeit - verbotenen Teamorder. 11 Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari. 16 Jolyon Palmer (GBR), Renault. Runde, während Sergio "Checo" Pérez einen frustrierenden Funkspruch hinnehmen musste: "Checo, die Motortemperaturen sind kritisch, wenn du nicht vorbeikommst, musst du dich zurückfallen lassen", wurde er von seinem Force India-Renningenieur angewiesen.

Eine weitere Kollision gab es in der Schlussphase zwischen Perez und Daniil Kwjat (Toro Rosso), als die beiden um Platz neun kämpften. Lance Stroll (Kanada) - Williams + 7 Rd. Als das Safety-Car in Runde 60 auf die Strecke kam, fielen bei fast allen die Reifentemperaturen in den Keller. Dank einer cleveren Strategie und einer makellosen Leistung zog Vettel in Monte Carlo im Teamduell an dem von der Pole Position gestarteten Kimi Räikkönen vorbei. Kimi Räikkönen (Finnland) - Ferrari 67; 5. "Ich war und bin nie von dieser Art Kommunikation überzeugt gewesen, weil ich nie überzeugt war, dass dieses Medium einen guten Beitrag zum Thema Formel 1 leisten kann", sagte der 86-Jährige.

Auf der anderen Seite der Wohlfühl-Skala fand sich Esteban Ocon wieder.


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