London nach Terroranschlag auf London Bridge: Alle zwölf Festgenommenen sind wieder frei

Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, Frankreich stehe "mehr denn je an der Seite des Vereinigten Königreichs". "Aber es war auch ein Angriff auf die freie Welt". Es sei nun klar, dass es Opfer verschiedener Nationalitäten gebe.

Es war das dritte Attentat binnen drei Monaten in dem Land - nach Manchester im Mai und wiederum London im März. Der 27-jährige Brite mit pakistanischen Wurzeln war auch dem Inlandsgeheimdienst MI5 bekannt. Für die Ermittler sei es von "höchster Bedeutung" herauszufinden, "ob sie mit jemandem zusammengearbeitet haben", sagte Londons Polizeichefin Cressida Dick. Sie wurden schliesslich von Polizisten erschossen.

Khuram Shazad Butt, einer der drei Attentäter, die am Samstag Abend mindestens sieben Menschen töteten und Dutzende verletzten war ein bekanntes Mitglied der radikal-islamischen Gruppierung "Al-Muhajiroun". Am Sonntag teilten die Gesundheitsbehörden mit, dass noch 36 Verletzte im Krankenhaus behandelt würden. Der 30-Jährige nutzte auch das Pseudonym Rachid Elkhdar und lebte teilweise in einem Hochhaus in Dagenham im Osten von London - nicht weit von der Wohnung seines Mitattentäters Khuram Butt in Barking. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte bestürzt auf den Anschlag in London und sicherte Großbritannien Deutschlands Solidarität zu. Die drei Angreifer waren zunächst mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge auf der London Bridge gerast, anschließend stachen sie in einem nahe gelegenen Ausgehviertel wahllos auf Menschen ein.

Am Tatort ging die Spurensuche weiter, die London Bridge war aber in einer Richtung für den Verkehr sowie für Fußgänger geöffnet. Die London Bridge wurde komplett abgeriegelt.

Am Dienstagmittag nahm die Polizei in London einen weiteren Verdächtigen fest.

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Die Analysten beriefen sich auf das IS-Sprachrohr Amak, das im Internet ein entsprechendes Schreiben auf Arabisch veröffentlichte.

Auf dem US-Sender CNN sagt der frühere CIA-Officer Mike Baker: "Natürlich fragen sich die Menschen gerade, wie kann das sein, dass dieser Mann damals interviewt wurde". Die Premierministerin konterte mit dem Hinweis, dass ihr Widersacher Corbyn selbst politische Versäumnisse im Kampf gegen den Terror zu verantworten habe. Premierministerin May demonstriert eine harte Haltung. "Wir hätten die Zahl der Polizisten niemals reduzieren dürfen", sagte er.

- Die Täter: Die Polizei stellt drei männliche Tatverdächtige und erschießt sie am Borough Market - acht Minuten nach Eingang des Notrufs. "Wir werden den Terroristen nicht erlauben, dass sie uns besiegen. Wir werden sie besiegen".

Trotz des Anschlags soll die geplante Unterhauswahl an diesem Donnerstag stattfinden. Die Regierungschefin hatte die Vorwürfe bereits mehrmals zurückgewiesen. In Mays Zeit als Innenministerin waren Tausende Jobs bei den Sicherheitskräften abgebaut worden.


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