Löw nach Dänemark-Test beruhigt und überrascht

Nach einem ansehnlichen 1:1 (0:1) gegen Dänemark dürfen alle Protagonisten Kopenhagen noch einen Tag genießen, bevor am Donnerstag im fränkischen Herzogenaurach die nächste Etappe der Vorbereitung auf den Confederations Cup beginnt. Eine Garantie, dass die neue Mannschaft in Russland beispielsweise gegen die mit allen Stars antretenden Chilenen besteht, ist der Aufgalopp allerdings nicht. In dem Testspiel setzte Löw seinerzeit im Spielverlauf insgesamt zwölf Länderspiel-Debütanten ein.

"Ich habe auf jeden Fall vor, dass er Kapitän ist, wenn er spielt", sagte Löw.

Hat Draxler die Kapitänsbinde schon gegen Dänemark beeinflusst?

Nachdem beim Confed Cup der etatmäßige Kapitän Neuer nicht dabei sein wird, wird Draxler die DFB-Auswahl auf das Feld führen.

Eine Erklärung hat Sorokin allerdings ebenfalls parat: "Vielleicht ist Joachim Löw abergläubisch und will den Confed Cup bewusst nicht gewinnen". Die Dänen kamen damit offensichtlich besser zurecht und hatten in der 15. Minute durch Jannik Vestergaard die erste große Chance: Keeper Trapp reagierte jedoch blitzschnell und kratzte den Ball noch von der Linie.

"Unsere Mannschaft steht für Toleranz, Offenheit und Vielfalt, gegen jegliche Form von Diskriminierung und Gewalt", erklärte Teammanager Oliver Bierhoff in Kopenhagen. "Ich denke, dass wir auf jeden Fall bewiesen haben, dass wir nicht nur zum Spaß hier sind".

Lange hatte es allerdings nicht danach ausgesehen, dass das neuformierte DFB-Team noch einmal herankommen könnte.

Natürlich müsse Draxler "noch in die Rolle hineinwachsen, er ist noch jung". Die einzigen Weltmeister im Aufgebot sind die bislang nicht zu den Stammkräften zählenden Shkodran Mustafi, Julian Draxler und Matthias Ginter. "Das ist für ihn auch eine gute Erfahrung", ließ Löw wissen. Löw will den Jungstar von Paris St. Germain in diesem Sommer als eine Führungsfigur aufbauen. Tatsächlich wird das Experiment, beim WM-Probelauf auf alle etablierten Weltmeister zu verzichten und stattdessen die Nachrückergeneration für die WM 2018 in Stellung zu bringen, schon nach wenigen Tagen auch von der Öffentlichkeit anders betrachtet. "Wir haben es ganz gut gemacht, nicht aufgehört und das 1:1 verdient".


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