1860-Coach Pereira vor Rückspiel: "Einstellung fundamental"

Mehr als 60 000 Zuschauer werden erwartet und sollen für einen großen Fußball-Abend sorgen. "Wir dürfen nicht versuchen, ein 0:0 über die Bühne zu bringen und auf Zeit zu spielen". Die teure und namhafte Mannschaft von Trainer Vitor Pereira agierte fußballerisch ohne Konzept und hielt dem nervlichen Druck in dem Alles-oder-nichts-Spiel nicht stand. "Aber wir dürfen auch nicht überdreht ins Spiel gehen und zu wild sein", mahnte der Trainer und resümierte: "Die Einstellung ist fundamental". Letzterer zwingt Trainer Pereira zur x-ten Umstellung in der Abwehr.

Apropos aggressiv: Finanzier Ismaik meldete sich nach eineinhalb Wochen Schweigen bei Facebook wieder zu Wort. Als Reaktion auf einen Bericht, wonach er bei einem Scheitern gegen Regensburg einen Weggang von 1860 erwägte, schrieb der Milliardär: "Es ist völlig an den Haaren herbeigezogen, dass ich im Abstiegsfall den TSV 1860 möglicherweise verlassen werde". Wohl aber, wen er inakzeptabel finde, nämlich den Verwaltungsratschef Markus Drees. Schon vor dem Spiel hatte Ian Ayre seine Position als Geschäftsführer zur Verfügung gestellt, wie der Verein wenige Stunden nach dem Sturz der "Löwen" in die 3. Liga mitteilte. "Keiner weiß, was nächstes Jahr passiert", sagte Pereira und räumte ein, dass dies auch ein Grund für die zuletzt schwachen Auftritte war. Pereira wollte die Wende mit dem Angreifer-Duo Sascha Mölders und Ivica Olic erzwingen. Außerdem ist das Team von Coach Heiko Herrlich auswärts stark und verlor in der Fremde letztmals im November. "Wir haben schon andere Festungen gestürmt".

Die Oberpfälzer feierten vor 62 200 Zuschauern in der Münchner Allianz Arena ausgelassen ihren überraschenden Aufstieg in die 2. Bundesliga. "Wir werden auf jeden Fall das eine oder andere Tor schießen, und dann wird es schwer für die Löwen", sagte Offensivspieler Erik Thommy. Der Jahn hat nur ein Motto, und das verriet Knoll: "Voller Angriff, volle Attacke!"

Der Jahn muss gewinnen oder bei einem Remis mindestens zwei Tore schießen, um aufzusteigen und die "Löwen" ins Verderben zu stürzen.

1860 München setzt auf den Heimvorteil vor mehr als 60 000 Fans - so viele wie in dieser Saison noch nicht und überhaupt noch nie in einem Relegationsmatch zwischen 2. und 3. Liga.


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