IrakIS-Miliz hat laut UNO viele Zivilisten bei Flucht aus Mossul getötet

Auch US-Spezialeinheiten seien im Einsatz.

Seit Beginn der Militäroperation zur Befreiung Al-Rakkas im November waren die Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) immer weiter auf die Großstadt vorgerückt.

Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge exekutierte die Terrormiliz Islamischer Staat 163 Zivilisten bei der Flucht aus dem irakischen Mossul.

Die Zivilisten seien vermutlich am 1. Juni getötet worden. Bei der Offensive wird die Armee von einer internationalen Koalition unter Führung der USA unterstützt. Die Menschenrechtler sitzen in England, stützen sich bei ihren Angaben aber auf Angaben von Aktivisten vor Ort. Die Zahl der Opfer könne auch noch größer sein, da Menschen aus dieser Gegend Mosuls als vermisst gelten würden.

Die Leichen der Frauen, Männer und Kinder seien in den Straßen des betroffenen Viertels entdeckt worden, erklärte UNO-Menschenrechtskommissar Al-Hussein in Genf. Die Islamisten haben sich in der dicht besiedelten Altstadt verschanzt, in der auch bis zu 400.000 Zivilisten gefangen sind.

Am Montag soll es schwere Gefechte zwischen der irakischen Armee und dem IS gegeben haben. Die Kämpfe gestalteten sich aber schwierig, weil die Straßen zwischen den Gebäuden sehr eng seien, hieß es am Montag aus irakischen Sicherheitskreisen. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) rechnet damit, dass weitere Zehntausende Menschen aus dem Westteil der Stadt flüchten werden. Nach jahrelanger Vorbereitung starteten die irakischen Soldaten zusammen mit schiitischen Milizen und kurdischen Peschmerga-Kämpfern sowie mit Unterstützung der US-Luftwaffe im Oktober vergangenen Jahres eine Offensive zur Rückeroberung von Mossul. Die IS-Miliz habe versucht, die Zivilisten an der Flucht aus ihrer Hochburg im Irak zu hindern.


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