Dortmund verpflichtet Peter Bosz als Tuchel-Nachfolger

Der Fußball-Bundesligist werde den Niederländer bereits am Dienstagnachmittag (6. Juni) als Nachfolger von Thomas Tuchel präsentieren, berichten mehrere niederländische Zeitungen.

Die drängende Frage, wie sich der Nachname Bosz nun korrekt ausspreche, konnte Borussia Dortmunds neuer Trainer Peter Bosz schnell klären: Wie er sich selbst nenne, "Boss" oder "Bosch", beantwortete er in ziemlich holländischer Manier: "Peter!". Das Endspiel der Europa League verlor man zwar gegen Manchester United mit 0:2, das Erreichen des Endspiels in Stockholm kann aber allein schon als bemerkenswerte Leistung bewertet werden. Bosz' Vertrag in Amsterdam hatte noch eine Laufzeit bis 2019. Peter Bosz sieht bei seinem ersten Auftritt in Dortmund aus, als sei er gerade einem Modekatalog entstiegen.

Zorc und Watzke wirkten sehr zufrieden, dabei ist Bosz nur der Alternativkandidat für den ursprünglichen Wunschkandidaten Lucien Favre, der gerne ins Revier gekommen wäre, aber keine Freigabe von seinem französischen Arbeitgeber OGC Nizza erhalten hatte. Er bevorzugt Offensivfußball, arbeitet gern mit Talenten und spricht Deutsch. Das hielt den BVB selbstverständlich nicht davon ab, für ihn mindestens drei Millionen Euro zu investieren. Demnach habe Bosz das Angebot aus Angebot aus Dortmund ursprünglich nicht annehmen wollen.

Unterföhring - Auf dem ersten Blick könnten beide Seiten kaum besser zueinander passen. "Ich würde die Wahrscheinlichkeit als sehr hoch einschätzen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Bosz ist ein erklärter Offensivmann. Während der alte Trainer fast immer tiefe Einblicke in seine Empfindungen und Überlegungen gewährte, trat Bosz auffällig zurückhaltend auf.

Der neue BVB-Coach gilt als großer Verehrer von Johan Cruyff, der sowohl als Spieler als auch als Trainer den "Voetbal total" kultiviert hatte. So führte er den unerfahrenen Kader von Ajax, der ein Durchschnittsalter von lediglich 22,7 Jahren aufweist, ins Europa-League-Finale und in der Eredivisie auf Rang zwei. Vor diesem Erfolg allerdings hatte Bosz als Trainer zuletzt bei Heracles Almelo, Vitesse Arnheim und Maccabi Tel Aviv gearbeitet. Eine konkrete Aussage über seine Saisonziele ließ er sich noch nicht entlocken.

Die Ablösung von Tuchel, der noch bis 2018 beim BVB unter Vertrag gestanden hatte, hatte sich trotz des DFB-Pokalsiegs angedeutet.


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