Steinmeier nennt documenta "mutige Ausstellung"

In bislang 13 Ausgaben hat sich die documenta in Kassel bei stetig steigenden Besucherzahlen zur weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst entwickelt.

Der Bundespräsident bezeichnete die documenta als mutig: "Sie ist eine politische Ausstellung", sagte er.

Den Startschuss gab Steinmeier am Vormittag im Museum Fridericianum gemeinsam mit Griechenlands Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos.

Steinmeier lobte, dass es mit Athen erstmals neben Kassel einen zweiten documenta-Standort gibt: "Die Entscheidung war nicht nur mutig, sondern auch richtig". Er zeigte damals Kunst, die von den Nationalsozialisten als "entartet" verfemt worden war. Dabei besuchten sie unter anderem das Röhrenkunstwerk des Künstlers Hiwa K am Friedrichsplatz und die "Mühle des Blutes", eine Installation des mexikanischen Künstlers Antonio Vega Macotela. Erst nach dem öffentlichen Auftritt Steinmeiers stand die Ausstellung komplett den Besuchern offen. In dessen Heimat in Athen läuft die Ausstellung bereits seit dem 8. April.

Die documenta wurde 1955 von dem Kasseler Künstler und Kurator Arnold Bode ins Leben gerufen. Bespielt werden von mehr als 160 Künstlerinnen und Künstlern rund 30 Standorte.

Der künstlerische Leiter der documenta 14, der Pole Adam Szymczyk, hatte Athen zum zweiten documenta-Schauplatz gemacht. Die documenta in Kassel dauert bis zum 17. September, eine Million Besucher werden bis dahin erwartet. Die Tageskarte kostet 22 Euro.


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