Trump wirft Ex-FBI-Chef Comey Lügen vor

Trump ist nach eigenen Worten bereit, unter Eid zur Affäre um die dubiosen Russland-Kontakte seines Wahlkampfteams auszusagen. Er beantworte diese Fragen gerne dem mittlerweile eingesetzten FBI-Sonderermittler Robert Mueller. Er untermauerte aber Vorwürfe einer Einflussnahme des Präsidenten auf FBI-Ermittlungen. Das könnte eine Straftat sein - Behinderung der Justiz!

Washington. US-Präsident Donald Trump sieht die Russland-Affäre um eine Beeinflussung der Wahl 2016 für sich als abgeschlossen an.

Dagegen ging Trump in die Offensive: "Die Aussage gestern hat bestätigt: Es gab keine Absprachen, keine Behinderung der Justiz". Dann erläutert er jedoch, dass er Flynn nicht gebeten habe, unter Eid seine Loyalität zu beschwören. "Das ist viel wichtiger", so Trump.

Trump sagte: "James Comey hat viel davon bestätigt, was ich gesagt habe, und er hat Dinge gesagt, die nicht wahr sind".

Trump bezeichnete die Aussage von Comey auf Twitter als "falsches Statement" und nannte ihn "einen Leaker". "Das werdet ihr bald erfahren".

Gibt es Aufnahmen zur Unterredung mit Comey?

Offizieller Anlass für den Auftritt von Trump war der Besuch des rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis (56).

Und genau darüber redete Trump: "Katar hat den Terror lange unterstützt - und zwar mit sehr hohen Summen".

Schon Stunden vorher war der US-Präsident zur Attacke übergangen!

Republikanische Senatoren machten deutlich, dass sie keine Beweise für einen Behinderung der Justiz durch Trump sähen.

Mit Vehemenz hat US-Präsident Donald Trump zentralen Vorwürfen aus der Senatsanhörung des früheren FBI-Chefs James Comey widersprochen. Trump habe ihn gefeuert, um die FBI-Ermittlungen zu den Russlandverstrickungen zu untergraben. Dagegen hatte Comey vor dem Senat mit Nachdruck erklärt, er habe "keinen Zweifel", dass es bei der Wahl russische Manipulationsversuche gegeben habe und dass Moskau erneut versuchen werde, die amerikanische Demokratie zu attackieren. Er sehe sich vollständig entlastet, sagte Trump.

Damit steht das Wort des Präsidenten gegen das Wort des früheren FBI-Chefs. Gemeint war damit allerdings die Weitergabe der von ihm selbst verfassten schriftlichen Aufzeichnungen über seine Gespräche mit Trump an den Senatsausschuss im Vorfeld der Anhörung.

Der von Trump gefeuerte FBI-Chef hatte in dieser Woche vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats ausgesagt und Trump dabei mehrmals der Lüge bezichtigt.

Comey bestätigte in seiner Aussage am Donnerstag vor dem Geheimdienstausschuss, dass das FBI zumindest bis zu seiner Entlassung Anfang Mai nicht persönlich gegen Trump ermittelte. Er habe Comey auch kein Loyalitätsversprechen abgenommen, wie dieser ausgesagt hatte. Er habe Comey nicht aufgefordert, Ermittlungen in der Russland-Affäre einzustellen.

Auch das Weiße Haus hatte auf die Anhörung umgehend reagiert.

US-Präsident Donald Trump hat sich zum ersten Mal zur sogenannten Beistandsgarantie der NATO bekannt. Zudem hieß es: Trump sei der Meinung, "jeder Verräter muss mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden". Aus dem Umfeld von Trumps Privatanwalt Marc Kasowitz verlautete, dass dieser deswegen Beschwerde beim Justizministerium einreichen wolle.


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