Vier von zehn Migranten leben in Wien

Zu Jahresbeginn 2016 haben in Österreich rund 1,6 Millionen im Ausland geborene Menschen gelebt.

40 Prozent aller Migranten in Österreich lebten in Wien (634.900 Personen), rund 13 Prozent in Oberösterreich (211.500) beziehungsweise Niederösterreich (200.700). Im Bundesländervergleich zeigt sich, dass der Migrantenanteil in Wien am höchsten ist. Besonders weit auseinander ging die Gehaltsschere in Wien, wo Ausländer mit rund 18.300 Euro im Schnitt um 6.800 Euro weniger verdienten als Österreicher.

Österreich ist Ziel vieler Migranten aus aller Welt. Der Anteil an Schüler/innen mit nichtdeutscher Umgangssprache ist besonders im Pflichtschulbereich hoch, wobei auch hier die Bundeshauptstadt stärker betroffen ist.

Eine neue Statistikbroschüre des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zeigt die aktuelle Bevölkerungsentwicklung im Zuge der Masseneinwanderung. An den Wiener Hauptschulen sprechen knapp drei Viertel (71 Prozent) aller Schüler eine andere Umgangssprache als Deutsch. An Neuen Mittelschulen sind in Wien mehr als zwei Drittel (69%) der Schüler/innen nicht deutschsprachig, in Vorarlberg und Salzburg betrifft dies immerhin noch rund ein Drittel (rund 32%). "Verlässliche Fakten sind die Voraussetzung für notwendige Maßnahmen", richtet der Integrationsfonds der Politik aus. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten in Rumänien (3.300), der Slowakei (2.900) sowie in Bosnien und Herzegowina (2.000) geborene Personen, auf den Plätzen sechs und sieben jene mit Geburtsland Türkei (1.300) und Serbien (1.300).

Die "Bundesländer-Statistik zu Migration & Integration 2016" ist hier abrufbar.

Im Jahr 2015 verzeichnete Österreich insgesamt 214.400 Zuzüge aus dem Ausland, rund 101.300 Personen wanderten ab: Daraus ergab sich für 2015 eine Nettozuwanderung von rund 113.000 Personen. Die meisten Zuzüge verzeichnete die Bundeshauptstadt Wien mit rund 78.000, gefolgt von Oberösterreich (29.500) und Niederösterreich (29.000). Wenig Hoffnung dürfte ihnen die Arbeitslosenquote geben: Wien führt mit elf Prozent der Inländer und 19 Prozent der Ausländer die Statistik mit Abstand an.

Knapp 43 Prozent der Zugezogenen nach Österreich stammten aus anderen EU- und EWR-Staaten sowie der Schweiz. Aus Drittstaaten wanderten insgesamt rund 107.000 Personen zu, die meisten aus Syrien (22.600), Afghanistan (19.500) und dem Irak (10.400).


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