Ostapenko im Finale, Grönefeld verpasst Titel

Halep indes verpasste durch ihre zweite Finalniederlage in Paris nach 2014 den erstmaligen Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Halep setzte sich gestern gegen die als Nummer zwei gesetzte Karolina Pliskova durch. Mit Jelena Ostapenko stand eine absolute Überraschungsspielerin im Endspiel der French Open und die Lettin schaffte mit einem hart erkämpften Dreisatzsieg gegen Simona Halep sogar den größtmöglichen Triumph. Runde hinausgekommen war. Ostapenko produzierte zwar deutlich mehr Fehler (45 gegenüber 19), aber eben auch mehr Winner (50:22).

Den ausgeglichenen ersten Satz gab die frühere Turniertänzerin Ostapenko jedoch nach 36 Minuten ab. Ostapenko wurde für ihr mutiges Spiel belohnt und holte sich den zweiten Durchgang.

"Ich denke, das war ein schönes Geburtstagsgeschenk", sagte Ostapenko nach dem bislang größten Erfolg ihrer Laufbahn.

Nach ihrem Abgang vom Centre Court ließ die junge Lettin eine staunende Menge zurück, die begeistert war von der Hau-drauf-Mentalität der Newcomerin.

Dass es eine ungesetzte Spielerin seit 34 Jahren überhaupt wieder ins Finale der French Open schafft, ist schon ungewöhnlich. Sowohl Halep als auch Ostapenko hatten Probleme mit ihrem Service, sodass es zu vier Breaks in den ersten sechs Spielen des ersten Satzes kam.

Nach 2:25 Stunden nutzte Ostapenko, die vor wenigen Tagen auch von Günter Bresnik im Training als mögliche künftige Nummer eins bezeichnet worden ist, ihren zweiten Matchball. "Ich habe immer weitergekämpft", sagte Ostapenko. Bei den Herren stehen sich am Sonntag (15.00 Uhr / Live bei Eurosport1) im Finale der Spanier Rafael Nadal und Stan Wawrinka aus der Schweiz gegenüber.

Die Fans in Paris sahen ein spannendes Finale. Im zweiten Satz hatte sie bereits mit 0:3 zurück gelegen und kämpfte sich dann sensationell zurück. Sie verliert gegen die Lettin Jelena Ostapenko 6:7 6:3 3:6.

Es blieb hochklassig wie -spannend: Zunächst hielten beide Finalistinnen ihren Aufschlag - wichtig vor allem für Halep, den Auftakt nicht zu verpassen, nachdem Ostapenko durch den Satzausgleich deutlich Rückenwind hatte.


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