Umsonst und draußen : Diese Kunst ist vor documenta-Start zu sehen

Die documenta 14 in Kassel ist gestartet: Bundespräsident Steinmeier hat die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst eröffnet.

Nicht nur im offizielle Eulen-Logo der diesjährigen documenta, das bekanntlich die Pallas Athene symbolisiert, waren athenische Spuren bereits vor Beginn der Preview unübersehbar.

Die documenta 14 wurde von dem polnischen Kurator Adam Szymczyk gestaltet.

Mit einem Appell, sich in Zeiten von Flucht und Unsicherheit von überkommenen Gewissheiten zu verabschieden, geht die documenta 14 in Kassel an den Start. "Die Gegenwart von Künstlern aus der ganzen Welt hat uns alle gestärkt".

Auf zwei Etagen entfaltet die documenta hier die Wucht, die man sich von einer Ausstellung dieser Größenordnung und Bedeutung erhofft.

Szymczyk zeigt auf seiner documenta aber auch Werke österreichischer Künstler: Der bereits mehrfache documenta-Teilnehmer Peter Friedl präsentiert seine Videoarbeit "Report" aus dem Jahr 2016, Oliver Ressler mit seiner Videoinstallation "What is democracy?" aus den Jahren 2007 bis 2009 vertreten.

Mit der Eröffnungspressekonferenz am Mittwoch hat die Preview für die documenta 14 auch in ihrem traditionellen Heimatort Kassel begonnen. Viele davon sind schon älteren Datums: Bilder, aus denen eine Haut herauszuwachsen scheint; eine Installation mit am Strand zurückgelassenen Koffern und Kleidern aus den 70ern.

Einige Arbeiten berühren unmittelbar, ohne dass sie sich einer klaren Botschaft unterordnen müssen, etwa der von Mona Hatoum aus Beirut gebaute Raum mit Schrott aus einer Fabrik, durch die flackerndes Licht wabert. "Die große Lektion ist, dass es keine Lektion gibt", macht Szymczyk deutlich. Für 100 Tage hat nun die Kunst das Sagen.

Mit dem "Parthenon der Bücher" will die argentinischen Künstlerin Marta Minujín das Schwanken des Denkens in der Welt darstellen.

Tageskarten sind online für 22, ermäßigt 15 Euro zu haben, Abendkarten für 10, Angebote für Familien für 50, Schulklassen für 6 pro Person, Zwei-Tage-Tickets zu 38 Euro. Dort endet die Ausstellung am 16. Juli, in Kassel dauert sie bis zum 17. September. Besucher müssen sich auf steigende Preise und ein begrenztes Zimmerangebot einstellen. Der Auftakt in Athen enttäuschte, er fiel kaum anders aus als Biennalen und Manifesta-Ausstellungen, wie sie überall üblich sind.


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