Die documenta in Kassel ist eröffnet Kunstausstellung

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die documenta 14 als "mutige Ausstellung" gelobt. Schon jetzt zeige sich, dass die Entscheidung, Athen zum zweiten documenta-Standort zu machen, nicht nur mutig, sondern auch richtig gewesen sei, sagte er.

Ein Symbol nannte Steinmeier den "Parthenon der Bücher", das wohl auffälligste Kunstwerk der documenta 14: Es dokumentiere das Ringen um Vernunft und um den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge.

Gemeinsam mit Griechenlands Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos gab Steinmeier den Startschuss für die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst. "Überprüft eigene Vorurteile, nehmt die Perspektive des anderen ein - nur so lassen sich Gemeinsamkeiten finden", appellierte Steinmeier bei seinem Ausstellungsrundgang in Kassel an die Besucher. Er zeigte damals Kunst, die von den Nationalsozialisten als "entartet" verfemt worden war. Dabei besuchten sie unter anderem das Röhrenkunstwerk des Künstlers Hiwa K am Friedrichsplatz und die "Mühle des Blutes", eine Installation des mexikanischen Künstlers Antonio Vega Macotela.

Größere Störungen blieben dank starker Sicherheitsvorkehrungen aus: Große Teile des Friedrichsplatzes, des zentralen Standortes der documenta in Kassel, waren abgeriegelt. Dort begann die documenta im April und dauert bis zum 16. Juli.

Der künstlerische Leiter der documenta 14, der Pole Adam Szymczyk, hatte Athen zum zweiten documenta-Schauplatz gemacht.

Trotz des zurückhaltenden Auftritts der Präsidenten war der Besuch von Steinmeier und Pavlopoulos ein Ereignis in der documenta-Stadt. Die Tageskarte kostet 22 Euro.


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