Airbnb lenkt ein und zahlt in der Schweiz Tourismusabgabe

Darauf haben sich Airbnb und Zug Tourismus geeinigt, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung. Der Kanton Zug hat nun eine Lösung gefunden: Eine Kooperation mit Airbnb soll dafür sorgen, dass die Taxe bei Zug Tourismus landet. In Österreich waren zuletzt 17.000 Airbnb-Unterkünfte gelistet, davon rund 8.000 in Wien.

Genf. Wer über die Privatzimmerplattform Airbnb im Schweizer Kanton Zug ein Zimmer bucht, zahlt künftig automatisch die von der Tourismusbehörde erhobene obligatorische Tourismusabgabe.

Zug ist jetzt also der erste Kanton der Schweiz, in dem dieses System eingeführt wird. Das zielführende Resultat aus den sehr kooperativen Verhandlungen spricht für sich: das digitale Einziehungsverfahren vereinfacht das Handling für Zuger Gastgeber und uns gleichermaßen.

Mit der Vereinbarung gelingt es Airbnb erstmals in der Schweiz, einen Schlusspunkt unter einen Jahre dauernden Zwist um die Kurtaxe zu setzen.

Für Seraina Koller, Geschäftsführerin von Zug Tourismus, ist diese Vereinbarung ein Meilenstein: "Seit langem werden gleiche Bedingungen bezüglich der Beherbergungsabgaben für Hotels und die private Wohnungs- und Zimmervermietung gefordert".

Airbnb kündigt in der Mitteilung auch weitere solcher Vereinbarungen an. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagt eine Sprecherin, sie rechne bereits im laufenden Jahr mit weiteren Partnerschaften. Man sei mit verschiedenen Kantonen im Dialog.

Weltweit hat Airbnb mit über 270 Städten und Kommunen eine solche Vereinbarung zur automatisierten Erhebung und anschließenden Ausschüttung der Beherbergungssteuer geschlossen. Seit dem Jahr 2014 seien dadurch umgerechnet 214 Millionen Euro abgeführt worden. Die kantonale Tourismusorganisation nutzt das Geld für ihre Dienstleistungen und Angebote, für Marketing und um den Markt für den Zuger Tourismus zu bearbeiten. Zug Tourismus schätzt, dass dies einem Anteil von rund 3 Prozent an der Gesamtzahl der Übernachtungen im Kanton entspricht.


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