Bundestrainer Löw startet mit offensiver Elf in den Confed Cup

Am Abschlusstraining des Fußball-Weltmeisters für das Spiel am Montag (17.00 Uhr MESZ/ZDF) in Sotschi gegen Australien nahmen unter den Augen von DFB-Präsident Reinhard Grindel alle 21 Spieler teil.

Löw verbreitete Zuversicht vor dem ersten Ernstfall für sein Mega-Experiment mit vielen unerfahrenen WM-Probanden.

Der Bundestrainer tritt in Russland lieber mit einer hungrigen Boygroup um Juniorchef Julian Draxler und den schon kultigen Teamsenior Sandro Wagner an als mit müden Fußball-Weltmeistern wie Toni Kroos oder Sami Khedira.

Es sei ein Turnier mit starken Mannschaften, bei dem Deutschland mit einem "Team mit Perspektive" antrete. Insgesamt standen sechs Turnierneulinge in der Anfangsformation. Der Titelgewinn ist nicht das Ziel, dem wie sonst bei Welt- und Europameisterschaft alles unterordnet ist. Und der Confed Cup helfe vielleicht, die Ziele in den kommenden Jahren zu erreichen. Löw weiss aber auch, dass Deutschland als Weltmeister mit dem Anpfiff gegen Australien seinem Status möglichst gerecht werden muss.

Seine radikale Personalauswahl für das Turnier hat auch in der Heimat die Fans gespalten. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov heissen 42 Prozent der an Fussball interessierten Deutschen Löws Confederations-Cup-Kurs nicht gut. "Die ganzen Kontinente gucken auch auf dieses Turnier", sagte Löw im ARD-Interview. 48 Prozent sehen nur geringe bis sehr geringe Siegaussichten. Weitere Gegner in Gruppe B sind Chile und Kamerun. Der Abwehrspieler meinte, dass die junge DFB-Auswahl "einige unterschätzen werden".

Vorkämpfer Wagner, aber auch Talente wie Leon Goretzka, Timo Werner oder Niklas Süle will Löw in Russland als Druckmacher für die pausierenden Top-Nationalspieler entwickeln. Leno bestätigte das für den Konkurrenzkampf der drei Torhüter. "Manu (Neuer - Red.) ist die Nummer 1, das ist klar. Dahinter ist der Kampf eröffnet", erklärte Leno.


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