Cristiano Ronaldo - Rätselraten um den Superstar

Sollten sich die Medienberichte über einen angekündigten Abgang bei Champions-League-Sieger Real Madrid bewahrheiten, würde der 32-Jährige in diesem Sommer zum gejagten Objekt werden.

Der teuerste Bundesliga-Transfer war erst vor wenigen Tagen mit dem Wechsel des Franzosen Corentin Tolisso (22/41,5 Millionen Euro) von Olympique Lyon zu den Bayern über die Bühne gegangen. Und wenn ja, wohin wechselt der derzeit weltbeste Fußballer? Die Madrider Sportzeitung Marca rechnete jedoch vor, dass ein möglicher Transfer realistischerweise 400 Millionen Euro im Gesamtpaket kosten würde. Der Superstar von Real Madrid nahm nach der Partie in Kasan nicht wie vorgesehen an der Pressekonferenz teil, obwohl dies für den zum Spieler des Spiels gekürten Akteur üblich ist. Der spanische Radiosender "Onda Cero" will erfahren haben, dass Verteidiger Pepe seinen Nationalmannschaftskumpel von einem gemeinsamen Wechsel zu Paris St. Germain zu überzeugen versucht. Offizielle Begründung der Portugiesen: "Medizinische Behandlung". Ronaldo sei "empört" und habe seinen Entschluss bereits Real-Boss Perez übermittelt.

Die Vorwürfe gegen den Superstar wiegen schwer: Ronaldo, der Schätzungen zufolge pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten kassiert, soll Einnahmen aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitz auf den britischen Jungferninseln und in Irland am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Zidane soll Ronaldo klargemacht haben, dass er sowohl mit seinem Kampfgeist als auch mit seinen Toren für Real unverzichtbar sei, und dass das Team noch viel erreichen könne. "Aber nicht zu dem Preis von 400 Millionen Euro". Zwar hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß zum Ende der vergangenen Saison angekündigt, man wolle eine "Granate" verpflichten. Natürlich wäre Ronaldo zweifelsohne eine solche. Die "Gazzetta dello Sport" sorgte am Sonntag mit einer Spielerei für Aufsehen, in dem sie die Münchner als potenziellen Anwärter auf Ronaldo nannten.

Vor Anpfiff des Auftaktspiels des Europameisters Portugal gegen Mexiko in Kasan, in dem selbst eine Gala-Vorlage von Cristiano Ronaldo kein besseres Ergebnis, als ein 2:2 hervorbrachte, nutzte Coach Fernando Santos für eine vehemente Verteidigungsrede. "Ich lege meine Hand für ihn ins Feuer, für seine Integrität als Mann und als Athlet". Direkt dazu äußern mag sich der Portugiese beim Confed Cup nicht. "Ich würde alles für ihn tun, ich vertraue ihm zu hundert Prozent". "Cristiano ist zu 100 Prozent konzentriert", sagte der Torwart.

Südamerika-Meister Chile hat unterdessen in der deutschen Gruppe einen wichtigen Auftaktsieg beim Confed Cup geschafft.


Beliebt

VERBINDEN