Polizei prüft mögliches Bekennerschreiben zu Bahn-Brandanschlägen

Betroffen waren unter anderem Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig und mindestens ein Ort in Niedersachsen. Reisende sollten sich vor Reiseantritt über die aktuelle Lage informieren.

In mehreren deutschen Städten kommt es zu Zugausfällen und Verspätungen im Regional- und Fernverkehr, nachdem Signalkabel der Bahn in Brand gesetzt wurden.

Die Berliner Polizei geht nach den Brandanschlägen auf Bahnanlagen einem möglichen Bekennerschreiben nach, das auf der Internetplattform "linksunten.indymedia.org" aufgetaucht ist.

Kathleen Doetzsch, Sprecherin des operativen Abwehrzentrums, sagte der 'Bild': "Wir gehen von einer überregional konzipierten Aktion aus".

Aus Sicherheitskreisen hieß es, das mutmaßliche Bekennerschreiben passe ins "Raster". Indymedia versteht sich als offene Plattform zur freien Verbreitung von Informationen. Nun ist im Internet ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die deutschen Sicherheitsbehörden rechnen mit Angriffen und linken Protesten gegen den G20-Gipfel. Anfang Juli treffen sich die Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg. "Angriffe auf die Infrastruktur passen ins Muster linksextremistischer Mobilisierung vor dem G20-Gipfel". Tatsächlich hatten Linksextremisten in den vergangenen Jahren aber immer wieder Anschläge auf Signalkabel verübt, um den Zugverkehr zu stören. "Wir beobachten das natürlich sehr aufmerksam, aber um solche Zusammenhänge belastbar zu bestätigen, ist es zu früh".


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