Daimler legt Grundstein für erstes Mercedes-Werk in Russland

Der Autohersteller Daimler hat mit dem Bau seines ersten Werks in Russland begonnen. Im vergangenen Jahr verkauften die Stuttgarter im größten Flächenstaat der Erde knapp 37.000 Fahrzeuge.

Die russische Autobranche, einst Hoffnungsmarkt für westliche Großkonzerne, steckt seit Jahren in einer tiefen Krise. "Mit dem neuen Standort stellen wir die effiziente Belieferung unserer Fahrzeugwerke mit hocheffizienten Motoren sicher", sagt Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer.

Das Werk soll innerhalb von anderthalb Jahren im Industriepark Jessipowo auf einem früheren Militärgelände nordwestlich der Hauptstadt entstehen. Das neue Pkw-Werk in der Region Moskau soll 2019 die lokale Produktion aufnehmen und startet mit der E-Klasse Limousine, die als intelligenteste Limousine der Business-Klasse mit technischen Innovationen etwa beim teilautomatisierten Fahren Maßstäbe setzt. Mercedes-Benz will bis zu 25.000 Fahrzeuge jährlich in Russland fertigen und mehr als 1000 Jobs schaffen. Der Daimler-Konzern nimmt dafür 500 Millionen Euro in die Hand. Zum Vergleich: Der Münchner Wettbewerber BMW kam auf 27 500 Autos. Deutsche Marken haben zuletzt dennoch ihr Engagement ausgebaut.


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