Deutsche Bank beendet Rechtsstreit mit Millionenzahlung

Die nächste Skandal-Baustelle ist aufgeräumt. Das Geldhaus wird 170 Millionen US-Dollar zahlen, wie aus der am US-Bezirksgericht in Manhattan erzielten Einigung hervorgeht.

Die Deutsche Bank war auch an Manipulationen des Referenzzinssatzes Libor beteiligt. Ein Richter muss dem Vergleich noch zustimmen. Parallel dazu reichten Investoren, die sich als Geschädigte der Manipulationen sehen, Schadenersatzklagen ein. Denn die Referenzzinssätze sind die Basis für Finanzgeschäfte in großem Umfang - beispielsweise sind manche Kreditzinsen an sie gekoppelt.

Allerdings erwarten die Experten weitere 4 Milliarden Euro an Zahlungen aufgrund von Rechtsverstößen der Bank. Die Deutsche Bank hatten den Euribor in der Vergangenheit in Absprache mit anderen Großbanken zu ihrem Vorteil verfälscht. Barclays und HSBC hatten ihre Euribor-Verfahren mit der Zahlung von 94 Millionen Dollar und 45 Millionen Dollar beendet. Während die Frankfurter erst Ende Mai ein Bußgeld in Höhe von 41 Millionen Dollar wegen unzureichender Vorkehrungen gegen Geldwäsche verhängt bekommen haben, brummte die US-Notenbank dem Kredithaus im April eine 157 Millionen Dollar-Strafe wegen mangelnder interner Kontrollen auf.

Die Deutsche Bank Aktie notiert im XETRA-Handel bei 15,550 Euro mit 0,58 Prozent im Plus.


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