DFB-Team trainiert nicht im WM-Stadion

"Das Hauptziel ist, 2018 erneut den Weltmeistertitel zu gewinnen", verdeutlichte Grindel.

Nach drei Siegen in Serie fehlt Brasilien diesmal beim Confederations Cup. Rund eine halbe Stunde nach der geplanten Startzeit ist die völlig neu zusammengestellte deutsche Fußball-Nationalmannschaft vom Frankfurter Flughafen mit einer Sondermaschine nach Russland abgeflogen. Der 57-Jährige hält "eine Blutauffrischung" für unbedingt erforderlich.

In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov heißen 42 Prozent der an Fußball interessierten Deutschen Löws Confed-Cup-Kurs nicht gut. Die neue Generation soll möglichst "auf die Etablierten Druck ausüben".

Bei der Anreise nach Sotschi, wo die deutsche Mannschaft am Montag (17.00 Uhr MESZ/ZDF) zum Auftakt auf Asienmeister Australien trifft, war dennoch eine gewisse Lockerheit zu spüren. Klar war bereits, dass Bernd Leno im Tor stehen wird. "Natürlich stehen die Torhüter in Konkurrenz", sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke. Das 5-3-1-1-System war fast ausschließlich auf die Absicherung des Tores ausgerichtet, Überraschungsmomente in der Offensive blieben nahezu gänzlich aus. Löw versprach: "Ich werde schauen, dass wir eine möglichst homogene Mannschaft auf den Platz bekommen, die mit Einsatzfreude und Spielfreude zu Werke geht".

In der Vorbereitung auf das Turnier gab es nach einem Test-1:1 in Dänemark einen 7:0-Kantersieg in der WM-Qualifikation gegen San Marino. Bayern-Profi Joshua Kimmich und der Leverkusener Youngster Julian Brandt äußerten sich bei der ersten Pressekonferenz im Teamhotel "positiv überrascht" über die Bedingungen im Ferienort am Schwarzen Meer. "Wir wollen die Menschen glücklich machen und brauchen die Unterstützung unserer Fans", sagte Smolow. Abwehrhüne Niklas Süle (21) hat in Hoffenheim eine starke Saison gespielt. Russland muss sich ein Jahr vor der Heim-WM unbedingt beweisen, und mit den Mexikanern ist immer zu rechnen. Youngster Benjamin Henrichs (rechts) und der Berliner Marvin Plattenhardt (links) sind in erster Linie als Ersatzmänner für Kimmich und Hector eingeplant. Die Motivation: Mögliche Tickets für die WM 2018.

In den Führungsgremien der FIFA gibt es schon seit geraumer Zeit eine Mehrheit für die Absetzung des im Jahr 1992 als König-Fahd-Pokal ins Leben gerufenen und seit 1997 vom Weltfußballverband organisierten Turniers. Vor zwei Jahren hieß es noch, dass ein Nachbarstaat im Sommer 2021 den Vorlauf zur "Winter-WM" in Katar durchführen wird. "Wir wollen von den Spielern sehen, dass sie mutig sind", sagte Co-Trainer Sorg. Er traue seiner hungrigen Boygroup um den schon kultigen Teamsenior Sandro Wagner viel zu, auch wenn gerade zu Beginn vielleicht noch nicht alles rund laufen werde. Er genießt die späte Berufung zum Nationalspieler. Löw rief den Hoffenheimer zwar nicht zum "Stürmer Nummer 1" aus, aber gegen Australien dürfte er vorne erste Wahl sein. Der erfahrene Gladbacher Lars Stindl (28) kann dagegen zwischen den Linien agieren.


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