Hacker-Angriff auf Katars Nachrichtenagentur nachgewiesen

In Russland erfuhr man von diesem kleinen, aber infolge immenser Gasreserven ambitionierten Land am Persischen Golf im Herbst 1999, als sich herausstellte, dass über die Invasion der von Bassajew und Hattab angeführten Banden (in Südrussland) der katarische Satellitensender Al Jazeera berichtet hatte.

Denn in Katar befindet sich die Al Udeid Air Base, die größte US-Luftwaffenbasis im Nahen Osten.

Natürlich müsse Katar die Finanzierung von Terrorgruppen einstellen, meinte der frühere Sprecher im US-Außen- und Verteidigungsministerium John Kirby auf CNN. Katar sei einer Hetzkampagne ausgesetzt, die auf Verleumdungen basiere.

Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain hatten am Montag die diplomatischen Beziehungen zu Katar überraschend abgebrochen. Sie forderten Bürger Katars auf, in spätestens 14 Tagen auszureisen, wie der mit saudi-arabischen Geldern finanzierte TV-Kanal Al-Arabija am Montag meldete. Katar unterstützt die Muslimbrüder, eine revolutionäre Bewegung. Später verlautete auch aus dem nordafrikanischen Libyen und den asiatischen Malediven, dass man nicht mehr mit dem Land auf diplomatischer Ebene zusammenarbeiten wolle.

Katar wurde zudem aus der von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz ausgeschlossen, die seit zwei Jahren im Jemen gegen schiitische Rebellen kämpft. Zuvor hatten mehrere Fluglinien aus Golfstaaten erklärt, von Dienstag an ihre Verbindungen mit dem Emirat einzustellen.

Der Gipfel mit arabischen Staats- und Regierungschefs zahle sich aus, erklärte der US-Präsident. Offensichtlich gebe es in der Region einige Konflikte, die nun hochkochten, sagte er in Sydney.

Die Äußerungen von Scheich Tamim zu Israel, dem Iran und der Hamas-Bewegung waren ein Grund für den Abbruch der Beziehungen. Saudi-Arabien, Bahrain und Ägypten stoppten auch den Luftverkehr mit Katar. Saudi-Arabien habe die Maßnahmen nur mit großem Schmerz, aber im Interesse Katars und der Stabilität der Region getroffen. Dazu zählten neben der Muslimbruderschaft auch Al-Kaida und die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Das Verhältnis zu Katar bleibe stark.

In der Krise zwischen mehreren arabischen Staaten und Katar gibt es verstärkt internationale Bemühungen um eine Befriedung der Lage. Sie gilt als bedeutend für den US-geführten Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Qatar Airways muss im Gegenzug Dutzende Verbindungen in die Nachbarländer und Ägypten streichen, unter anderem nach Dubai oder Riad. Zudem stoßen sie sich an den Beziehungen des Emirats zum Iran.

Demnach sollen die Hacker eine staatliche Nachrichtenagentur gehackt und eine Falschmeldung verbreitet haben. Trotzdem hielten die Spannungen an. Inoffizieller Vorwurf: Der Emir von Katar kooperiere auch mit dem Iran - dem Hauptgegner Saudi-Arabiens.

Auch der Iran zeigte sich angesichts der Entwicklung besorgt. "Wir wissen nicht, on echte Gründe hinter dieser Krise stecken oder versteckte Gründe, die wir nicht kennen", sagte er. "Eine solche Trumpisierung des Umgangs miteinander ist in einer ohnehin krisengeschüttelten Region ganz besonders gefährlich".

Der DFB-Chef, der auch im Council des Fußball-Weltverbandes FIFA sitzt, reagierte damit auf die diplomatische Krise in der Golfregion. Man sei "in regelmäßigem Kontakt" mit dem lokalen Organisationskomitee und weiteren Stellen, die sich um Angelegenheiten in Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft 2022 kümmern, teilte der Weltverband auf Anfrage mit.


Beliebt

VERBINDEN