Hochhausbrand in London: Zahl der Toten steigt weiter

Bei dem gewaltigen Brand im Zentrum Londons wurden 65 Menschen von der Feuerwehr aus den Flammen gerettet, anderen gelang selbst die Flucht. Verzweifelte Angehörige und Freunde machten mit Fotos rings um die Brandruine auf Vermisste aufmerksam.

Vor den Toren der Downing Street, wo May residiert, versammelten sich währenddessen Hunderte Demonstranten.

Passanten trauern und legen Blumen für die Opfer der Brandkatastrophe nieder.

Premierministerin Theresa May sicherte den Opfern 5 Millionen Pfund (etwa 5,7 Millionen Euro) Unterstützung zu. Die Demonstration stand unter dem Motto "Justice for Grenfell!" Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden am Samstag 19 Verletzte im Krankenhaus behandelt, zehn von ihnen schwebten demnach in Lebensgefahr.

Die Brandursache war weiter unklar. Er hat Tränen in den Augen, als er vor die Presse tritt und sagt: "Ich muss ihnen leider mitteilen, dass es nun 79 Menschen gibt, die unseren Informationen zufolge tot sind oder vermisst werden und von denen wir annehmen müssen, dass sie tot sind".

Zuvor waren wütende Demonstranten in das Bezirksrathaus in Kensington eingedrungen. Darin sicherte sie den obdachlos gewordenen Bewohnern eine schnellstmögliche Umsiedlung innerhalb des Stadtteils zu.

Alle Bewohner des Hochhauses sollen bis zum Wochenende eine neue Wohnung erhalten, sagte Megan Hession von der Bezirksverwaltung in Kensington und Chelsea. Nach dem Feuer wächst in Großbritannien die Wut auf die Politik. Außerdem hatte sie bei einem Besuch am Unglücksort nicht mit den Opfern gesprochen. Vize-Premier Damian Green wies am Samstag in der Früh Vorwürfe zurück, May habe nicht angemessen auf das Unglück reagiert. Das Inferno sei ein "vermeidbarer Unfall" gewesen, sagte Khan dem Sender BBC, nachdem er an einer Trauerzeremonie für die Opfer der Katastrophe teilgenommen hatte. Sie könnte in den kommenden Tagen sogar noch weiter steigen.

Zuvor war May als "Feigling "beschimpft worden, als sie aus einer Londoner Kirche in der Nähe des Brandorts kam". Finanzielle Hilfe für die Opfer sei bereits auf dem Weg.

Kritiker hatten May vorgeworfen, nicht schnell genug auf das Unglück reagiert zu haben. Der Oppositionsführer und Labour-Chef Jeremy Corbyn hatte unterdessen Betroffene getröstet.


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