Ich habe entschieden, ich verlasse Madrid

So hoch ist zumindest seine festgeschriebene Ablösesumme. "Aber nicht zum Preis von 400 Millionen". Dazu gab es am Freitag wilde Spekulationen.

Cristiano Ronaldo und Real Madrid leisten sich grad das grösste Schisma aller Zeiten: Der grösste Spieler gegen den grössten Club.

Nun schreibt die spanische Sport-Zeitung "Marca", Ronaldo sei fest entschlossen, den Königlichen den Rücken zu kehren: "Ich verlasse Madrid, ich habe das entschieden". Zidane habe ihm zudem klar gemacht, dass Ronaldo der wichtigste Baustein im Real-Gefüge ist, nicht nur wegen seiner Tore, sondern vor allem wegen seiner Einstellung und seines Ehrgeizes. Bislang galten Manchester United und Paris Saint Germain als große Favoriten auf einen Deal, doch nun soll auch der FC Bayern mitmischen!

FT-Meinung: Die Anzeichen, dass Ronaldo tatsächlich vor dem spanischen Fiskus fliehen will, verdichten sich.

Wie teuer wäre eine Verpflichtung Ronaldos?

Der Vertrag Ronaldos läuft noch bis 2021, mit einem Transfer könnte Madrid noch rund 200 Millionen Euro an Gehalt einsparen. Die Madrider Sportzeitung "Marca" rechnete am Samstag jedoch vor, dass ein möglicher Transfer realistisch "nur" 400 Millionen Euro im Gesamtpaket kosten würde.

Der Offensivstar wechselte 2009 für 94 Millionen Euro von ManUnited zu Real Madrid. Der AC Mailand gehört neuerdings chinesischen Investoren, unterhält auch beste Beziehungen zu Ronaldo-Berater Mendes, winkte bei den aktuell gehandelten Summen aber bereits ab.

Nachdem wegen möglicher Steuerhinterziehung gegen Ronaldo ermittelt wird, hatte dieser angeblich vergangene Woche seinen Wechselwunsch geäußert. Zwar hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß zum Ende der vergangenen Saison angekündigt, man wolle eine "Granate" verpflichten. Natürlich wäre Ronaldo zweifelsohne eine solche.

Manchester United hat Geld und holte bereits im vergangenen Jahr Paul Pogba von Juventus Turin für die neue Rekordsumme von 105 Millionen Euro. "Aber das Gesamtkonzept kann natürlich mal viel sein".

Ronaldo gilt laut Forbes Magazine als bestbezahlter Sportler der Welt. Außerdem dürfte Ronaldo das Gehaltsgefüge bei den Bayern gehörig durcheinanderbringen.

Auch der Confed Cup kennt natürlich kaum ein grösseres Thema. "Ich würde alles für ihn tun, ich vertraue ihm zu hundert Prozent". Der missglückte Confed-Cup-Auftakt steht auch in seiner Heimat eher im Hintergrund.


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