Lieferwagen fährt in Gruppe Muslime: Ein Toter und zehn Verletzte

Die Polizei bestätigte die Festnahme des 48-jährigen Fahrers, der von Zeugen festgehalten worden sei. Als Premierministerin Theresa May eintrifft, schreien einige der Passanten "Feigling".

Der Britische Rat der Muslime teilte in der Nacht zum Montag auf Twitter mit, er sei darüber informiert worden, dass der Minivan Gläubige überfahren habe, als diese gerade die Moschee im Stadtteil Finsbury Park verließen. Laut Polizei sei es zu früh, von Terror zu sprechen. Ein Mensch kam ums Leben, acht Personen wurden dabei verletzt. Die Attentäter wurden schließlich von Polizisten erschossen. Der Mann sei "als Vorsichtsmaßnahme" in ein Krankenhaus gebracht worden und werde auf seine psychische Gesundheit untersucht.

Das Tatmotiv ist bislang unklar.

So behandelt auch die Polizei den Fall.

Die Opfer der Attacke mit dem Lieferwagen im Norden Londons gehören alle der muslimischen Gemeinde an. Unklar war den Berichten zufolge, ob das Fahrzeug mit Absicht in die Menschenmenge vor der Moschee gesteuert wurde.

Motiv: Wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte, haben Anti-Terror-Spezialisten die Ermittlungen übernommen.

Ein Video zeigt verwundete Menschen, die auf dem Boden liegen und einen Mann, der erste Hilfe leistet. Ein Toter und zehn Verletzte waren die Folge. Wegen des Fastenmonats Ramadan sind besonders viele Menschen unterwegs. Acht der Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht, zwei von ihnen schwebten laut Polizei in Lebensgefahr. Der Fahrer des Minivans wurde festgenommen.

Die Polizei kündigte an, zusätzliche Beamte einzusetzen - auch in der Nähe muslimischer Einrichtungen.

Die Mittäter: Vermutlich gibt es keine - darauf weisen nach Angaben der Premierministerin Theresa May jedenfalls die ersten Ermittlungen der Polizei hin. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es spreche einiges dafür, dass es eine "Tat aus blindem Hass" sei.

"Das war klar ein gezielter Angriff auf unschuldige Londoner, von denen viele gerade die Gebete während des heiligen Monats Ramadan beendeten". "Unsere Entschlossenheit, sie zu bekämpfen, muss dieselbe sein, wer auch immer verantwortlich ist". Manchesters Bürgermeister Andy Burnham schrieb: "Wir werden weiter zusammenstehen gegen Extremisten, die einen Teufelskreis der Gewalt wollen".

Auch ausserhalb Grossbritanniens löste die Attacke Entsetzen aus. Zwar seien die Hintergründe noch nicht geklärt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Der EU-Chefunterhändler Michel Barnier sprach den Briten sein Beileid aus.

Am Morgen nach dem Angriff.

Das sei nicht anders als Manchester, Westminster oder London Bridge - jene drei Orte, die zuletzt von Terroranschlägen erschüttert wurden. Vor zwei Wochen raste ebenfalls ein Transporter in Passanten auf der London Bridge.

Wir haben das Handy von FCB-Sportchef Marco Streller gehackt und fleissig mitgelesen.


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