Löw startet mit offensiver Elf gegen Australien

Asiencup-Sieger Australien, Südamerikameister Chile und Afrikas Champion Kamerun sind innerhalb von nur sieben Tagen die drei Vorrundengegner. Löw schaute sich den bis dahin rundum gelungenen Auftritt seiner jungen, aber hochmotivierten Mannschaft entspannt an.

Das Sommerturnier in diesem Jahr soll für Löw und sein Team in vielerlei Hinsicht Hilfe für die WM-Endrunde ein Jahr später sein. Die Teilnehmer sind durchaus interessant: Neben dem amtierenden Weltmeister Deutschland und Russland, dem Gastgeber der kommenden WM, sind Australien, Chile, Kamerun, Mexiko, Neuseeland und Portugal dabei. Löw erinnerte seine Confed-Cup-Kicker in Sotschi noch einmal explizit an die Anfänge dieser Akteure, die zu "Weltstars geworden" seien. Ein Geschenk ist das Turnier nicht zuletzt für viele seiner Spieler: Weil Deutschland auf viele seiner Leistungsträger verzichtet, kommen 13 Turnier-Neulinge in Russland zum Zug. Ein mieses Abschneiden würde jetzt jene DFB-Kritiker ermutigen, die den Bundesliga-Vereinen längst größere Rechte wünschen und keine Nationalspieler entsenden wollen, wenn es um nicht viel mehr als Ehre geht. Das soll vor allem personell geschehen, aber auch taktisch in verschiedenen Systemen. "Ich wünsche euch viel Erfolg für den Auftakt gegen Australien!", schrieb Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm bei Twitter. Die Australier mit Stuttgart-Goalie Mitch Langerak und Neo-Hertha-Berlin-Spieler Mathew Leckie werden versuchen, "uns mit großer Physis und Härte zu bekämpfen", glaubt Werner, der im März beim 1:0 gegen England sein Länderspieldebüt gab. Die Fans sahen ein eher schwaches Spiel, bei dem beide Mannschaften Mühe hatten Struktur in ihr Spiel zubringen. Drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage stehen in der Bilanz.

Australien war klar unterlegen und hatte lange nur durch Trent Sainsburys Kopfball in der 37. Minute eine gefährliche Szene vor dem Tor von Leno. Der 25 Jahre alte Leverkusener will das Vertrauen von Bundestrainer Löw mit einem guten Spiel zurückzahlen. Auch ohne alle namhaften Weltmeister von Manuel Neuer über Mesut Özil bis hin zu Thomas Müller ist die Halbfinal-Teilnahme das Minimalziel. "Manu ist die Nummer 1, das ist klar. Dahinter ist der Kampf eröffnet", sagte Leno zum Wettbewerb mit Marc-André ter Stegen (FC Barcelona) und Kevin Trapp (Paris St. Germain).

Wie bei jeder Ausgabe des alle 4 Jahre stattfindenden Turniers sind Vertreter aller Kontinente am Start. Schon der straffe Zeitplan würde vermutlich dazu führen, dass Joachim Löw sein Personal rotieren lässt. "Eine Konkurrenzsituation will man auch damit erreichen, dass junge Spieler nachrücken", hatte Löw noch am Sonntag in Sotschi gesagt. Ein Rundgang der 21 Spieler durch die Arena direkt am Schwarzen Meer musste genügen. Danach sagte er: "Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt". Der Rasen ist sehr gut. Aber der zweite große Fehler von Leno, der einen von Juric abgefälschten Ball nicht festhalten konnte, machte das Spiel wieder spannender und offener, als es der Spielverlauf sonst hergegeben hätte.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nimmt zum dritten Mal am mit acht Teams besetzen Konföderationen-Pokal teil.

Das DFB-Team ist in Russland angekommen. "Deshalb bin ich zuversichtlich", sagte Teammanager Oliver Bierhoff kurz vor dem Abflug.


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