Löw verteidigt Confed-Cup-Kader: Kein Risiko - "Turnier ein Geschenk"

Dazu optimale Trainingsbedingungen. Die Voraussetzungen vor dem weithin ungeliebten Confed Cup seien für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor dem Auftakt am Montag gegen Australien bestens, wie Manager Oliver Bierhoff bei der ersten Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bunds in Sotschi versichert.

Die Erwartungen an Russland für den Confederations Cup als auch für die WM 2018 im eigenen Land sind trotz des Absackens auf Rang 63 der FIFA-Weltrangliste hoch. "Ich fahre mit einem sehr guten Gefühl zum Turnier, es ist aber schwierig zu sagen, was herauskommt", sagte Löw. Klar war bereits, dass Bernd Leno im Tor stehen wird. Er erwarte mit dem Turnier einen "Triumph des Sports", sagte er unter dem Jubel seiner Landsleute. Ein roter Mannschaftsbus kutschiert die prominenten Gäste aus Deutschland durch die Olympiastadt von 2014 - und das mit der Aufschrift: "11 Spieler - 80 Millionen Herzen - die Mannschaft". Der Weltverband FIFA hatte dem DFB-Team eine deutlich spätere Trainingszeit zugewiesen. Bundestrainer Löw verzichtet dabei auf den großen Teil des Stammpersonals. "Über allem steht die WM 2018 und der Titelgewinn".

Der Fußball-Weltmeister erlebte am Donnerstag bei sommerlichen 25 Grad einen warmen Empfang in Sotschi, dem beliebten russischen Ferienort am Schwarzen Meer, das beim Landeanflug in schönstem türkis-blau unter der Sondermaschine schimmerte.

Unser abschließender Wett Tipp: Deutschland gewinnt den Confed Cup. Er hat sich in seiner elfjährigen Amtszeit aber auch den speziellen Ruf des Turniertrainers verdient.

Ungewissheit herrscht auch im DFB-Tross, obwohl sich in den zwei Wochen des Zusammenseins eine gewisse Euphorie aufgebaut hat und der Teamgeist ausgeprägt ist, wie alle betonen. Asiencup-Sieger Australien, Südamerikameister Chile und Afrikas Champion Kamerun sind innerhalb von nur sieben Tagen die drei Vorrundengegner. Diese könnte er mit Niklas Süle, Shkodran Mustafi und Antonio Rüdiger formieren. Er spüre, dass der Weltmeister ohne seine erste Besetzung nicht als großer Favorit angesehen wird. Der Abwehrspieler meinte, dass die junge DFB-Auswahl "einige unterschätzen werden". "Jetzt kann man natürlich auch wieder mehr mit Flanken in den Sechzehner agieren. Nächstes Jahr müssen wir top in Form sein und eine gute Performance abliefern", lautet Löws Turniermotto für den Sommer 2017. Während die drei Torhüter und 18 Feldspieler ihr Aufwärmprogramm absolvierten, schrieb der Trainerstab Autogramme.

Beim letzten Training vor der Abreise nahm Löw seinen Perspektivkader ohne Stars noch einmal im Kreis zusammen, die Ansprache war dem Vernehmen nach kurz und im Ton sehr ruhig. "Enorm wichtig" nennen sie beim DFB das Turnier. Es waren wichtige Initialzündungen in den Karrieren späterer Weltmeister wie Schweinsteiger, Podolski und Mertesacker 2005 oder Müller, Kroos, Khedira und Özil fünf Jahre später.


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