Macron kann mit großer Parlamentsmehrheit Reformen angehen

Eine absolute Mehrheit in der ersten Parlamentskammer galt als sicher.

Macron kann bei der Wahl zur Nationalversammlung mit einem weiteren Erfolg rechnen. Macrons Partei La Republique en Marche (LREM) und ihre Verbündeten dürften sich etwa drei Viertel der 577 Sitze in der Nationalversammlung sichern.

Ein anderer Dämpfer: die historisch niedrige Wahlbeteiligung.

Doch auch den Durchmarsch mit seiner neu aus dem Boden gestampften Bewegung "En Marche" hatten Macron anfangs nur die Wenigsten zugetraut.

Bei der zweiten Runde der Parlamentswahlen in Frankreich zeichnet sich ein Negativrekord ab.

Die Größenordnung Macrons absoluter Mehrheit zeigt das Ausmaß der Umwälzung in der französischen Politlandschaft, zu dem der neue Präsident in Rekordzeit imstande war. Republikaner und Sozialisten, die die Politik in Frankreich über Jahrzehnte dominierten, kommen jüngsten Umfragen zufolge auf lediglich 70 bis 95 beziehungsweise 20 bis 35 Sitze. Der Parteichef Jean-Christophe Cambadélis hat noch am Wahlabend seinen Rückzug aus der Parteispitze angekündigt. Dass es möglich sein würde, mit einem betont europafreundlichen Wahlkampf einen Kantersieg zu erringen und den Front National in die Schranken zu weisen, hätte man vor wenigen Monaten ins Reich der Fantasie verbannt. Es gilt ein reines Mehrheitswahlrecht - das macht es für kleine Parteien schwer, Mandate zu gewinnen. Das sind noch einmal weniger als bei der ersten Runde am vergangenen Sonntag und der geringste Wert seit Bestehen der Fünften Republik.


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