Prozess um Missbrauch von 13-jähriger Russlanddeutschen beginnt

Demonstration gegen Kindesmissbrauch am 23. Januar 2016 in Berlin. Doch dann war alles ganz anders.

Der Prozess um den Missbrauch des russlanddeutschen Mädchens Lisa aus Berlin-Marzahn, das eine Vergewaltigung erfunden und damit Aufsehen über Deutschland hinaus ausgelöst hatte, findet hinter verschlossenen Türen statt. Selbst der russische Außenminister Sergej Lawrow mischte sich ein und warf deutschen Behörden vor, den Fall verheimlicht zu haben.

Doch dann gibt es eine überraschende Wende. Er soll vor dem Verschwinden des Mädchens einvernehmliche sexuelle Kontakte zu der damals 13-Jährigen in seiner Wohnung gehabt haben - aber unabhängig vom ursprünglichen Fall.

Laut Staatsanwaltschaft hatte die Schülerin ihr mehr als 30-stündiges Verschwinden bei der Polizei damit erklärt, sie sei von drei südländisch aussehenden Männern verschleppt und vergewaltigt worden. Der 24-jährige Ismet D. muss sich vor dem Amtsgericht Tiergarten wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Herstellung von Pornografie verantworten.

Fast eineinhalb Jahre nach dem Streit um die angebliche Entführung einer damals 13-jährigen Russlanddeutschen aus Berlin landet der Fall am Dienstag (09.15 Uhr) vor Gericht. Die Ermittler hatten herausgefunden, dass sich das Mädchen wegen Problemen in der Schule nicht nach Hause getraut und Unterschlupf bei einem Bekannten gesucht hatte.

Vielmehr geriet jetzt ein anderer Mann in den Fokus. Ihm werden sexuelle Handlungen mehrere Wochen vor dem Verschwinden der Schülerin vorgeworfen.


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