Real-Boss: Haben kein Kaufangebot für Ronaldo vorliegen

Ancelotti hatte Ronaldo während seiner Zeit bei Real (2013 bis 2015) betreut, das Verhältnis des Fußballlehrers zum Superstar der Madrilenen galt als ausgesprochen eng.

Wie reagieren Portugals Trainer und seine Teamkollegen beim Confederations Cup? Doch darüber spricht fast niemand. Grund dafür sei seine Anzeige wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 14,76 Mio.

Cristiano Ronaldo wolle Real Madrid verlassen. Arturo Vidal von Rekordmeister FC Bayern München erzielte das für die chilenische Fußball-Nationalmannschaft so wichtige Führungstor in der 81. Minute. Er habe ein "ruhiges Gewissen", rief Ronaldo Journalisten in Lissabon vor dem Abflug nach Russland zu. Die Entscheidung des Stars von Champions-League-Sieger Real Madrid sei "unumkehrbar", berichtete am Freitag die portugiesische Fachzeitung "A Bola". Das Geld soll über Briefkastenfirmen auf den Britischen Jungferninseln und Irland am Fiskus vorbeigeschleust worden sein. Im Extremfall drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft und bis zu 28 Millionen Euro an Geldstrafen.

Über seine Anwälte und Manager wies der Profi alle Anschuldigungen zurück. Derzeit fühlt sich Ronaldo vor allem ungerecht behandelt. Und von Real nicht ausreichend unterstützt. Schließlich haben die beiden bereits bei Real Madrid erfolgreich zusammen gearbeitet. Als einzige Vereine, die für Ronaldo ein realistisches Ziel darstellen könnten, gelten aber ohnehin nur das finanzstarke Paris Saint-Germain und Ronaldos früherer Club Manchester United.

Beides ist denkbar, aber immer noch schwer vorstellbar bei seinem Anspruch, der beste Spieler der Welt zu sein, der mit dem besten Verein der Welt möglichst viele Titel holt. Man United und PSG dagegen könnten schon froh sein, wenn sie es dort mal wieder bis ins Halbfinale schaffen würden.

Die Madrider Sportzeitung "Marca" rechnete jedoch vor, dass ein möglicher Transfer des Portugiesen als Gesamtpaket realistischerweise "nur" 400 Millionen Euro kosten würde. Und ja, er wolle Madrid Stand jetzt verlassen.

Mit Real habe das alles aber nichts zu tun. Spanische Medien berichteten außerdem, der Wechsel-Wunsch Ronaldos sei gezielt von dessen Berater-Team in den Medien platziert worden, um Druck bei möglichen Verhandlungen auf einen neuen Millionen-Vertrag bei den Königlichen auszuüben.

Kasan (dpa) - Mit beharrlichem Schweigen heizt Cristiano Ronaldo die Spekulationen um seine Zukunft weiter an.


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