Ronaldo-Transfer: Real Madrid möchte 200 Mio. Euro Ablöse

Ein Indiz, dass sich Real derzeit wirklich auf einen Abschied einstellt, liefert das Abrücken des Hausblatts Marca: "Cristiano war immer ein separater Klub in einem gigantischen Klub wie Real Madrid", hieß es in einem Kommentar. Der 31-Jährige soll im Korruptionsprozess gegen den mächtigen kroatischen Fußballfunktionär Zdravko Mamic wahrheitswidrig ausgesagt haben, berichtete die Behörde in der Stadt Osijek am Montag. Das soll der Superstar zu seinen Nationalmannschaftskollegen gesagt haben.

Von Ronaldo wartete die Fußball-Welt hingegen auch am Montag noch auf eine Äußerung. Bei Ronaldos Rückkehr nach Madrid werde er sich mit dem wegen der Steuerhinterziehungsvorwürfe verärgerten Stürmer zusammensetzen, um dessen Abgang doch noch zu verhindern. "Es ist die letzte Antwort, die ich zu Cristiano geben werde", sagt der Trainer und blickt kurz mit zusammengepressten Augenbrauen in den komplett gefüllten Presseraum der Kasan Arena. "Wir repräsentieren Portugal beim Confederations Cup, darauf wollen wir uns konzentrieren". Immerhin hat sich Trainer Zinedine Zidane telefonisch um seinen Superstar bemüht. Der Anhang der "Königlichen" zittert um seinen besten Mann. "Ich würde alles für ihn tun, ich vertraue ihm zu hundert Prozent". Der missglückte Confed-Cup-Auftakt steht auch in seiner Heimat eher im Hintergrund. Denn die Steueraffäre als solche wurde vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" und anderen internationalen Medien bereits im Dezember 2016 enthüllt.

Fakt ist: Der Europameister hat bei Real einen Vertrag bis Sommer 2021.

Kennen und schätzen sich: Fernando Santos und Cristiano Ronaldo.

Für eine Verpflichtung des Weltfußballers müssten Interessenten wie ManU oder PSG die höchste Summe der Geschichte bezahlen. Seit einer lukrativen Vertragsverlängerung aus dem vergangenen Jahr verdient der Portugiese rund 50 Millionen Euro im Jahr.

Ronaldo droht eine mindestens siebenjährige Haftstrafe, weil er über Briefkastenfirmen auf den britischen Jungferninseln und in Irland insgesamt 14,7 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben soll. Für 200 Millionen sei Real demnach bereit, seinen absoluten Rekordtorschützen (394 Pflichtspiele, 406 Tore, 111 Assists) ziehen zu lassen. Genau so viel würde es kosten, um Ronaldos Gehaltsvorstellungen für einen Vierjahresvertrag zu erfüllen.

Ronaldo wird laut spanischer Medienberichte seit Wochen von europäischen Topklubs wie Paris Saint-Germain und Manchester United, wo er vor seinem Wechsel nach Madrid gespielt hat, heftig umworben.


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