Schwimm-DM 2017: 2 Weltjahresbestzeiten und 7 WM-Normen

Vor den deutschen Meisterschaften hatte der Chefbundestrainer gesagt, er hoffe, "dass zehn bis zwölf junge U23-Schwimmer ins WM-Team vorstoßen". Seine Finalzeit von 2:08,69 Minuten reichte am Sonntag zwar zur Titelverteidigung über 200 Meter Rücken, aber nicht zur WM-Norm. Sie verteidigte ihren Titel erfolgreich und war elf Hundertstelsekunden schneller als die Japanerin Suzuka Hasegawa, die zuvor die Jahresbestzeit gehalten hatte. Neben Schmetterlingsschwimmerin Franziska Hentke (28) knackte er damit als bisher Einziger in der offenen Klasse die WM-Norm. "Aber er muss für sich das Gefühl haben, konkurrenzfähig zu sein, dass es Sinn macht, zur WM zu fahren", sagte Bundestrainer Lambertz. "Aber ich bin zufrieden".

Die deutschen Schwimmer werden nicht in großer Mannschaftsstärke zur WM nach Budapest reisen. Und drei U23-Schwimmer - Poul Zellmann (400 Meter Freistil), Damian Wierling (50 Meter Freistil) und Florian Wellbrock (1500 Meter Freistil).

Bundestrainer Henning Lambertz hatte bereits angedeutet, den Olympiasiebten notfalls auch ohne Leistungsnachweis zur WM mitzunehmen.

Vor allem von den U23-Schwimmern, die leichtere Normen haben, als ihre älteren Kollegen. Der nach Olympia zurückgetretene Weltrekordler sprach sich zudem mit Lambertz aus.

Nach den Pleiten der jüngsten Großwettkämpfe verschärft der Schwimmverband die Quali-Anforderungen.

Das wurde auch am Samstag deutlich. Im Finale über 100 Meter Freistil verpasste die 20-Jährige in 55,28 Sekunden jedoch die geforderte Zeit. Für die Weltmeisterschaft vom 14. bis zum 30. Juli in Budapest müssen die Athleten in beiden Läufen geforderte Zeiten unterbieten.

Heidtmann ist auf der Strecke Titelverteidiger. Der zweifache Kurzbahn-Weltmeister hat mit der Umstellung auf ein verstärktes Krafttraining zu kämpfen: "Ich fühle mich ein bisschen wie ein Bodybuilder im Wasser". Er denkt schon an die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Stattdessen gehört er zu den wenigen Medaillenkandidaten des Deutschen Schwimm-Verbands für die WM.

"Das ist auch eigentlich eine gute Zeit", meinte Chefbundestrainer Henning Lambertz.

DER WELTMEISTER: Marco Kochs Form ist noch nicht da, wo sie schon einmal war.

Noch können zu Heintz und Hentke, die über 200 Meter Schmetterling in 2:06,18 Minuten so schnell schwamm, wie zuvor noch keine Frau in diesem Jahr, Sportler hinzukommen - schließlich stehen am Nachmittag noch Endläufe aus.


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