Über 100 Festnahmen und mehrere verletzte Polizisten bei Demonstrationen in Berlin

Der Großteil der Demonstranten blieb dabei friedlich, dennoch gab es einige Festnahmen.

Unter dem Motto " gegen Geschichtsrevisionismus und neurechte Ideologien" versammelten sich gegen 12.15 Uhr mehrere hundert Teilnehmer zu einem Aufzug am Leopoldplatz, um gegen eine in den Mittagsstunden angemeldete Versammlung in Gesundbrunnen zu demonstrieren.

Die als rechtsextrem eingestufte "Identitäre Bewegung" zog gegen 14.30 Uhr mit knapp 600 Teilnehmern, unter ihnen Pegida-Gründer Lutz Bachmann am Bahnhof Gesundbrunnen los. Schon während des Demonstrationsverlaufs versuchten die Teilnehmer die Wegstrecke der Versammlung "Gedenkveranstaltung 17.06". Den "Identitären" gelang es allerdings nicht, den geplanten Endpunkt am Hauptbahnhof zu erreichen.

19 Polizisten wurden bei den Demonstrationen verletzt.

Als die Gegner die Absperrungen der Polizei in der Brunnenstraße durchbrechen wollten, setzte die Beamten Pfefferspray ein. Nach einer Sitzblockade durch Gegendemonstranten an der Brunnenstraße beendet der Anmelder des rechten Aufzugs die Veranstaltung. In der Rathenower Straße zeigten mehrere Passanten den sogenannten "Wolfsgruß" in Richtung der Aufzugsteilnehmer, woraufhin ein Stein und eine Flasche aus dem Aufzug geworfen wurden, die jedoch niemanden trafen. Polizisten mussten einschreiten um ein Aufeinandertreffen der Konfliktparteien zu verhindern.

Nach dem Aufzug nahm die Polizei am U-Bahnhof Schwarzkopffstraße mehrere Straftäter fest - und wurden mit Fahnenstangen, Faustschlägen und Tritten attackiert. Bei 74 Personen wurden Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte oder gefährlicher Körperverletzung, eingeleitet.

Die Polizei Berlin war mit knapp 1.000 Beamtinnen und Beamten eingesetzt, unterstützt von Polizisten aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg.


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