US-Polizisten erschießen schwangere Afroamerikanerin

Dort wurde am Sonntagabend eine junge Afroamerikanerin von zwei Polizisten erschossen, wie die "Seattle Times" berichtet. Gerade erst hat am Sonntag eine Jury im US-Bundesstaat Minnesota entschieden, einen Ex-Polizisten freizulassen, der 2016 den Afroamerikaner Philando Castile im Zuge einer Verkehrskontrolle erschossen hatte. Das zumindest behauptet die Polizei. Polizisten haben eine schwangere Mutter von drei Kindern erschossen. Darin ist zu hören, wie die Beamten jemanden auffordern zurückzugehen. Dann fallen mehrere Schüsse. Während des Einsatzes befanden sich in der Wohnung die beiden Söhne und die Tochter der Frau, die aber nicht verletzt wurden. Interne Ermittler prüfen jetzt den Vorfall.

Gegen die Beamten wird ermittelt, sie wurden vorübergehend vom Dienst suspendiert.

Angaben von Angehörigen zufolge soll Charleena L. psychische Probleme gehabt haben, sie soll gefürchtet haben, die Behörde würde ihr die Kinder wegnehmen.

Während nun nach dem genauen Hergang geforscht wird, wachsen in den USA Trauer und Entsetzen angesichts des Vorfalls. Ihre Schwester wird von der "Seattle Times" zitiert: "Warum haben sie sie nicht mit einem Taser angegriffen?" "Sie hätten sie auch so überwältigen können", so die Schwester.

Gegen die beiden Polizisten wurden unterdessen Ermittlungen eingeleitet. Ihre Verwandten erklärten, sie sei zu zierlich gewesen, um die Beamten wirklich zu bedrohen. Die Polizisten hatten die Frau aber davon überzeugen können, diese wieder fallen zu lassen.

Seattles Bürgermeister Ed Murray sprach von einer "Tragödie für alle Beteiligten" und kündigte eine umfassende Untersuchung an.


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