Confed Cup: DFB-Team erkämpft sich Punkt

Nach kurzer Erholung beginnt für die deutschen Confed-Cup-Fußballer bereits wieder die Vorbereitung auf das letzte Gruppenspiel gegen Kamerun.

Das Perspektivteam von Bundestrainer Joachim Löw tat sich gegen "La Roja" sichtlich schwer. Das ist im Hinblick auf das Kamerun-Spiel schon das Wort zum Sonntag.

Jogi macht schon mal den Härte-Test! Diese war allerdings noch immer weit entfernt vom Gehäuse der Chilenen, in dem der 36-jährige Johnny Herrera bis dahin nach einem Abschluss von Lars Stindl nur einmal halbherzig abtauchen musste. Er hat in der Zeit, in der er bei uns ist, absolut überzeugt - nicht nur wegen seiner Tore, sondern mit der Art und Weise wie er spielt. Wunderbarer Pass in die Gasse zu Hector.

Seite an Seite mit Charles Aranguiz sprintete Stindl kurz vor der Pause in den Strafraum.

Aber auch Chile kam zu weiteren Chancen in Durchgang eins. Aber das Ergebnis geht in Ordnung. Der Bundestrainer versteht sich als Coach dieser Mannschaft ganz offensichtlich auch als Erzieher.

Jogi Löw: "In der Spitze brauchten wir jemanden, der die Bälle gut verarbeitet. Er hat das super gemacht", freute sich Jogi über Stindls guten Auftritt. Jahrelang bringt er danach Top-Leistungen im Verein. In der vergangenen Saison kam er auf elf Tore und sechs Vorlagen. Im Gegensatz: Der erste konstruktive Angriff des Weltmeisters führte gleich zum Ausgleich. Und die nutzt Stindl! Die deutsche Elf hatte das Spiel im Griff, konnte aber keinen entscheidenden Akzent mehr setzen. Die erfahrenen Chilenen - allein die Führungsspieler Arturo Vidal und Alexis Sánchez haben zusammen deutlich mehr Länderspiele absolviert als das gesamte deutsche Kader - spielten wie gewohnt hart und kompromisslos und zeigten den deutschen WM-Probables auf, was an einer Endrunde zu erwarten ist. Ter Stegen im deutschen Tor war machtlos. Dessen schlampige Weitergabe lenkt Vidal zu Sanchez.

Die DFB-Auswahl (mit vier Änderungen) vor allem in der Defensive ohne Sicherheit.

Der Druck ließ damit nicht nach, die Unbeholfenheiten von Mustafi und besonders Ginter ebenso wenig. Der Ex-Hoffenheimer traf jedoch die Latte (20.). Glück für Jogis Jungs, dass es zur Halbzeit 1:1 steht. Lars Stindl erzielte für die deutsche Mannschaft kurz vor der Halbzeitpause den Ausgleich. "Als sie die Zweikämpfe angenommen haben, wurde es besser".

Nicht nur mit seinem zweiten Turniertreffer verdiente sich Stindl ein Extralob des Bundestrainers. Und mit einem Sieg gibt's endlich das Jogiläum!


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