Confed-Cup: ter Stegen soll's gegen Chile richten

Geisterkulisse beim Auftaktspiel von Deutschland beim Confed Cup 2017.

Die deutschen Kicker hatten den Auftakterfolg der Chilenen gegen Kamerun am TV verfolgt, wie der Gladbacher Lars Stindl berichtete.

Bundestrainer Joachim Löw war zufrieden mit dem Sieg gegen Australien. Coach Löw schein indes zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge - der DFB-Coach verzichtete auf Auswechslungen. "Der Sieg ging insgesamt in Ordnung". Wir wussten, dass Chile eine bärenstarke Mannschaft ist, und das haben sie heute auch unter Beweis gestellt. "Wir müssen uns vor niemandem verstecken", meinte Kapitän Julian Draxler, der am Donnerstag häufiger als jemals zuvor in der eigenen Abwehr gefordert war.

"Wir sind mittlerweile fest davon überzeugt, dass uns dieses Turnier weiterbringt", hatte Teammanager Oliver Bierhoff unmittelbar vor der Partie im ZDF gesagt und "Begeisterung und Motivation der Spieler" gelobt.

"Ich sehe mich als zweite Spitze und will meine Torgefährlichkeit einbringen", hatte er vor dem Turnierbeginn gesagt.

Lars Stindl bejubelt sein Tor zum 1:1-Ausgleich gegen Chile. Sanchez und Vidal spielen bereits seit zehn Jahren in der Nationalmannschaft zusammen.

Kasan. Nach der von Joachim Löw mit "klasse" benoteten Reifeprüfung gegen den Titelfavoriten Chile haben der Bundestrainer und seine Turnierfrischlinge in Russland noch richtig viel vor. Spielstark, mutig und taktisch erstaunlich klug zeigten die jungen Spieler immer wieder, was in ihnen steckt.

Und auch Bastian Schweinsteiger sendete einen Tweet ab: "Viel Glück für den Confed Cup".

Ein Unentschieden gegen Kamerun am Sonntag (17.00 Uhr) in Sotschi reicht definitiv zum Halbfinaleinzug.

Die Herausforderungen, die auf die Deutschen in Kasan warteten, hatten es tatsächlich in sich. "Chile wird schon ein Spiel auf einem anderen Level". Das DFB-Perspektivteam, das so noch nie zusammengespielt hatte, musste gegen eine der "flexibelste und variabelste Mannschaften der Welt" (Löw) bestehen - und fand darauf meist eine gute Antwort. Vermutlich würde der Weltmeister im Kampf ums Endspiel auch Europameister Portugal mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo aus dem Weg gehen. Wir haben aber auch in der zweiten Halbzeit guten Fußball gespielt. Deutschland konnte man dagegen seine fahrlässige Torchancenverwertung vorwerfen: Wagner aus kurzer Distanz (23.) und Brandt mit einem Fernschuss (27.) ließen beste Gelegenheiten für eine frühe Vorentscheidung liegen. Beim 1:0 war es allerdings der unbedrängte Mustafi, der mit einem Fehlpass an der Strafraumgrenze den Gegentreffer einleitete. Gegen Chile wird dennoch ein anderer Keeper im Tor stehen. Zudem rückten Matthias Ginter, Niklas Süle und Emre Can in die Mannschaft, in der Offensive spielte Stindl als einzige Sturmspitze - ohne Sandro Wagner.

Als Gruppenerster könnte das deutsche Team nicht nur in Sotschi an der Schwarzmeerküste bleiben. Aber die DFB-Auswahl erholte sich rasch.

Stindl brachte Deutschland schon nach 5 Minuten in Front. Vorausgegangen war ein grober Fehler des deutschen Innenverteidigers Skhodran Mustafi im Spielaufbau. Vier Minuten später jedoch leitete ein Ballverlust von Kapitän Draxler im Mittelfeld einen schnellen Gegenangriff ein.


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